Düsseldorfer EG: 6:5-Sieg gegen den ERC Ingolstadt

6:5 gegen den ERC Ingolstadt : DEG gewinnt Scheibenschießen im Dome

Düsseldorfer wie Ingolstädter stürmen, was das Zeug hält – so kommt ein 6:5 für die Gastgeber zustande. Am Sonntag geht es nach Nürnberg.

Ein Tag der offenen Tür sollte es schon sein im ISS Dome – schließlich hatte die DEG zum „Schools Day“ geladen, so dass eine ordentliche Masse an Schülern für die stolze Kulisse von 12.517 Zuschauern sorgte. Irgendwie schienen die Spieler auf dem Eis das Motto des Tages jedoch falsch verstanden zu haben und inszenierten einen streckenweise vogelwilden Eishockeyabend ohne viel lästige Abwehrarbeit. Am Ende stand ein 6:5 (3:2, 1:2, 2:1)-Sieg, mit dem die Düsseldorfer ihre kurze Durststrecke von zwei Niederlagen nach der Deutschland-Cup-Pause beendete.

Vor allem im ersten Drittel kannten beide Mannschaften im Grunde nur den Weg nach vorn, ausgelöst durch einen bemerkenswerten Comeback-Treffer. Der lettische Nationalstürmer Rihards Bukarts, den DEG-Trainer Harold Kreis am vorigen Sonntag gegen München auf die Tribüne verbannt hatte, erzielte bereits nach 155 Sekunden das 1:0. Doch als die Gäste fast postwendend gleichzogen, begann man schon zu ahnen, dass es Düsseldorfer wie Oberbayern an diesem Abend mit der Defensive nicht ganz so genau nahmen.

Sicherlich spielte dabei auf Seiten der Gastgeber eine Rolle, dass in Marco Nowak der aktuell vielleicht beste Abwehrspieler nach seiner Oberschenkel-OP nicht zur Verfügung stand. Das allein konnte aber nicht der Grund dafür sein, dass sich der ERC Ingolstadt allein im ersten Abschnitt ein Schussverhältnis von 23:15 zu seinen Gunsten erarbeitete. Die DEG-Akteure standen oftmals zu weit von ihren Kontrahenten entfernt, ließen zu viele Schüsse zu und konnten lediglich von Glück sagen, dass es auf der Gegenseite zumeist nicht viel anders aussah.

Trubel vor dem Gästetor: Chad Nehring (DEG/roter Dress) gegen Maurice Edwards. Links Michael Collins (Ingolstadt), rechts Jerome Flaake (DEG). Foto: Horstmüller

Im Schlussdrittel belauerten sich beide dann lange Zeit, achteten endlich ein bisschen mehr auf die Abwehrarbeit. Jerome Flaake war es schließlich, der die Düsseldorfer mit einer geschickten Aktion wieder in die Spur setzte. Der Stürmer fälschte einen Schuss von Johannes Johannesen zum 5:4 ab, und als wenig später Maxi Kammerer mit einem prächtigen Gewaltschuss auf 6:4 erhöhte, schien die Partie gelaufen. Doch an diesem Schools Day lief nun wirklich nichts nach Plan. Ingolstadt gab nicht auf, setzte die noch immer wacklige DEG-Abwehr unter Druck und kam sogar noch zum 6:5, als Torhüter Timo Pielmeier seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte.