Düsseldorfer EG: 4:0-Sieg gegen die Eisbären Berlin

4:0 gegen die Eisbären : DEG feiert Eishockey-Party gegen Berlin

Die Düsseldorfer schlagen die Eisbären Berlin 4:0. Kapitän Alex Barta ist der Anführer eines groß aufspielenden Teams.

Fast hatte man sich schon daran gewöhnt, dass Eishockeyspiele der DEG immer erst in der Verlängerung oder gar im Penaltyschießen entschieden werden. Am Freitagabend schüttelten die Düsseldorfer diesen Ruf jedoch ab und nahmen die Eisbären Berlin mit 4:0 (1:0, 3:0, 0:0) auseinander. Alles überragender Spieler auf dem Eis war dabei Kapitän Alex Barta, der drei der vier Treffer auflegte – und das auf äußerst spektakuläre Weise.

Die DEG hatte es offenbar sehr eilig, ihren Torfluch im Spiel fünf gegen fünf zu beenden. Beinahe fünf komplette Spiele hatte sie in personeller Gleichzahl keinen Treffer mehr erzielt, exakt 285 Minuten und 39 Sekunden – und dann benötigte sie gegen die Eisbären nur 82 Sekunden für das 1:0. Kurioserweise war es wieder Maximilian Kammerer, der den Puck bei fünf gegen fünf (allerdings bei Augenblicke zuvor angezeigter Strafzeit gegen Berlin) versenkte, denn der gebürtige Düsseldorfer hatte am 2. Oktober beim Heimsieg über Meister Adler Mannheim auch das letzte Tor bei Gleichzahl geschossen.

Es war der Auftakt zu einem Eishockey-Feuerwerk der Gastgeber. Sie setzten die Berliner mit extrem hohen Pressing unter Druck, hielten das Tempo enorm hoch und feuerten Schuss auf Schuss in Richtung Eisbären-Torhüter Sebastian Dahm. Am Drittelende standen zwölf Düsseldorfer Versuche nur fünf der Gäste gegenüber. Dieses Anrennen war umso bemerkenswerter, als die DEG schon frühzeitig auf Außenstürmer Tobias Eder verzichten musste, der nach einem heftigen Bandencheck benommen zu Boden ging und minutenlang von Mannschaftsarzt Ulf Blecker behandelt werden musste.

Da Eder nicht zurück aufs Eis kam, agierte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis nur noch mit zehn Stürmern, da die vierte Reihe wegen der Ausfälle von Leon Niederberger und Luke Adam ohnehin nicht komplett gewesen war. Nachwuchs-Angreifer Alexander Ehl wurde von Kooperationspartner EV Landshut diesmal nicht freigegeben. Das Personalproblem wird sich im Derby bei den Kölner Haien am Sonntag (14 Uhr) fortsetzen: Eder erlitt eine leichte Gehirnerschütterung, zudem musste eine Platzwunde mit fünf Stichen genäht werden.

Vielleicht wollten seine Teamkollegen nun gerade für Eder spielen, denn nach ganz kurzem Durchschnaufen zogen sie den Eisbären vollends das Fell über die Ohren. Hauptdarsteller: Alex Barta, der zunächst mit der Rückhand Kammerer zum Doppelpack auflegte und dann Reid Gardiner perfekt bediente. Dazwischen hatte Kenny Olimb getroffen – 4:0 hieß es also nach zwei Dritteln, und das auch in der Höhe verdient.

Ein wenig nahm die Kreis-Truppe dann das Tempo aus ihrem Spiel, und wer wollte ihr das angesichts der anstehenden Aufgabe im 224. rheinischen Derby am Sonntag verdenken? DEG-Legende Chris Valentine, der als frenetisch gefeierter Gast der Eishockey-Party beiwohnte, hatte jedenfalls sichtlich seinen Spaß am Spiel seiner Nachfolger. Und diese behielten bis zum Ende alles unter Kontrolle, spielten ihren Part souverän herunter und genossen die Ovationen der Fans.

In den Schlussminuten ging es nur noch darum, Torhüter Mathias Niederberger den „Shutout“ zu retten, und tatsächlich blieb die DEG ohne Gegentor. Noch ein Grund zum Feiern für den neuen Tabellendritten.

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