Düsseldorfer EG: 3:2-Sieg gegen die Augsburger Panther

3:2 gegen Augsburg : DEG setzt ein Ausrufezeichen

Der achtmalige Eishockey-Meister schlägt trotz Personalmisere die Augsburger Panther 3:2. Am Sonntag geht es für die DEG nach Straubing.

Die Negativserie der DEG ist gestoppt. Nur eines ihrer jüngsten sechs Spiele in der Deutschen Eishockey Liga hatten die Düsseldorfer gewinnen können, doch ausgerechnet mit ihrem letzten Aufgebot reichte es am Freitagabend wieder zum Sieg. Das 3:2 (2:1, 1:1, 0:0) gegen die Augsburger Panther war umkämpft, aber unterm Strich verdient.

Es kam so richtig heftig für die Düseldorfer. Als ob die Ausfälle von Marco Nowak und Chad Nehring nicht schlimm genug gewesen wären, meldete sich am Morgen auch noch Maxi Kammerer ab. Eine Unterkörperverletzung machte dem Außenstürmer zu stark zu schaffen, und zu allem Überfluss verdrehte sich Tobias Eder beim Warmspielen auch noch das Knie. Nur zehn etatmäßige Stürmer standen dem Trainerteam Harold Kreis und Thomas Dolak somit zur Verfügung – normalerweise zu wenig gegen einen so starken Gegner wie Augsburg.

Doch so einfach wollte die DEG die Rechnung nicht stehen lassen. Die dezimierte Truppe nahm das Herz in beide Hände und kämpfte sich in die Partie. Als dann auch noch Mathias Niederberger mit einer Glanzparade das Publikum aufweckte, waren die Gastgeber richtig drin. Somit war die 2:0-Führung in der 14. Minute nicht unverdient: Dabei benötigte das Schiedsrichtergespann nach Jerome Flaakes Führungstreffer einen Videobeweis, weil der Stürmer in den Torraum geschoben worden war.

Am zweiten Treffer dagegen gab es keinerlei Zweifel, zu präzise schlug der Puck nach Rihards Bukarts’ Solo über der Schlägerhand von Keeper Markus Keller ein. David Stielers Anschlusstreffer bestätigte dann die Überzahl-Qualitäten der Gäste, die Spitzenreiter München unlängst vier Powerplay-Tore eingeschenkt hatten, änderte aber nichts am generellen Trend.

Von der personellen Schwächung war weiter wenig zu spüren, wobei jedoch die Frage blieb, inwieweit die Kräfte mitspielen würden. Luke Adam etwa schob mehrere Doppelschichten mit wechselnden Sturmpartnern, die Verschnaufpausen für die Korsettstangen des Kaders wurden immer kürzer. Zudem ließen die Panther die DEG nicht davonziehen, verkürzten nach Reid Gardiners Schlagschusstreffer zum 3:1 noch vor der Pause wieder.

Das lange Zeit sehr verhaltene Publikum merkte, dass sein Team mehr Unterstützung benötigte, und endlich stieg der Lärmpegel der mehr als 11.000 Besucher – eine Kulisse, die allerdings auch dem geschuldet war, dass die DEG viele Caritas-Mitarbeiter eingeladen hatte. Die Rot-Gelben hielten noch stärker dagegen, was allerdings auch erforderlich war, weil Augsburg den Druck erhöhte.

DEG-Kapitän Alexander Barta (rotes Trikot) setzt sich gegen den Augsburger Andrew Leblanc durch. Foto: Benefoto

Doch nicht nur, weil Niederberger einen starken Tag erwischt hatte, blieb es letztlich beim wichtigen „Dreier“, der die Tabellenlage gleich wieder freundlicher aussehen lässt. Die Rückkehr in die Erfolgsspur kam allerdings keinen Tag zu früh, da am Sonntag eine ganz schwere Aufgabe auf das Kreis-Team wartet. Es geht nach Straubing, und dort siegte in dieser Saison erst eine Mannschaft – die DEG.

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