Düsseldorfer EG: 2:3 nach 2:0-Führung in Ingolstadt

2:3 nach 2:0-Führung in Ingolstadt : DEG kassiert ganz bittere Niederlage

Nach 2:0-Führung beim ERC Ingolstadt verliert der Eishockeyklub noch 2:3. Im Kampf um die Play-off-Plätze ist das ein kleiner Rückschlag.

Es war alles angerichtet für ein Eishockeyfest in Rot und Gelb. Mit einem Sonderzug waren die DEG-Fans nach Ingolstadt gefahren, füllten in der ausverkauften Arena dort eine komplette Tribüne hinter dem Tor. Und dann führten die Düsseldorfer auch noch bis tief ins Schlussdrittel hinein mit 2:0 beim ERC – umso größer fiel am Ende die Ernüchterung aus. Die DEG verlor noch 2:3 (2:0, 0:0, 0:3) und gab damit ganz wichtige Punkte im Kampf um die Play-off-Plätze ab.

„Das ist schon sehr bitter, weil wir über weite Strecken das Spiel im Griff hatten“, kommentierte Kapitän Alexander Barta sichtlich angefressen. „Letztlich waren wir zu undiszipliniert, haben zum Spielende hin zu viele Strafzeiten kassiert.“ Eine davon stellte die Weichen für die Wende. Beim Stande von 2:0 für die Gäste bestand die große Möglichkeit zur Vorentscheidung, als der Ingolstädter Fabio Wagner eine Strafzeit abbrummte. Doch statt im Powerplay das 3:0 zu erzielen, produzierte die DEG einen Wechselfehler, hatte einen Spieler zu viel auf dem Eis. Rihards Bukarts musste auf die Strafbank, und in der Folge brach der ERC mit dem Anschlustreffer den Bann, legte dann innerhalb von nur 207 Sekunden die Tore zum 2:2 und 3:2 nach.

Barta hatte allerdings noch eine weitere Schwäche seiner Mannschaft ausgemacht. „Unser Überzahlspiel hat erneut nicht funktioniert“, kritisierte der Kapitän. „Die Special Teams haben das Spiel am Ende entschieden, und wenn wir in Überzahl nicht treffen, geht so eine Partie eben verloren.“ Vor einigen Wochen hatte die DEG die Überzahlstatistik der Deutschen Eishockey Liga noch angeführt; inzwischen belegt sie in dieser Tabelle nur noch den sechsten Rang. Die Trefferquote im Powerplay ist auf 19,12 Prozent gefallen.

Bis elf Minuten vor dem Ende schien dieses Problem vernachlässigbar zu sein. Ausgesprochen klug hatte die DEG ihre Führung verwaltet, die aus einem Doppelschlag in der Schlussphase des ersten Drittels resultierte. Beide Treffer waren dabei sehenswert: Erst schloss Victor Svensson ein Solo gekonnt ab, dann verlängerte Nicholas Jensen einen prächtigen Schlagschuss seines Verteidigerkollegen Johannes Johannesen ins Netz – doch das blieben am Ende nur Randnotizen.