Düsseldorfer EG: 1:2-Niederlage gegen Meister EHC München

1:2 gegen Meister EHC München : Starke DEG belohnt sich nicht

Der achtmalige Eishockey-Meister aus Düsseldorf unterliegt im ISS Dome dem aktuellen Spitzenreiter EHC München in einer Klassepartie sehr unglücklich mit 1:2.

Die DEG kämpfte, die DEG spielte gut – doch sie verlor auch das zweite Spiel des Wochenendes. Beim 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) gegen den Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga, EHC München, ließen die Düsseldorfer zu viele Chancen ungenutzt.

Es war schon ein herber Nackenschlag, als die Scheibe in der elften Minute hinter Mathias Niederberger im Netz einschlug. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die DEG das Geschehen in einer Deutlichkeit dominiert, die so kaum jemand erwartet haben dürfte. 9:2 Torschüsse standen bis dahin zu Buche, und Münchens Ersatztorhüter Kevin Reich, der Nationalkeeper Danny aus den Birken vertrat, sah manches Mal nicht sonderlich sicher aus. Doch der dritte Versuch des Tabellenführers führte dann gleich zum 0:1 – das muss man erst einmal wegstecken.

Der DEG, bei der Trainer Harold Kreis überraschend auf den lettischen Nationalstürmer Rihards Bukarts verzichtet hatte, gelang das nach kurzem Schütteln gar nicht so schlecht. Bald nahm sie den Druck auf den Münchner Kasten wieder auf, und schließlich belohnte sie sich auch für ihre Bemühungen. Zu einem günstigen Zeitpunkt: 21,1 Sekunden waren im ersten Drittel noch zu spielen, als Jerome Flaake im Fallen der Ausgleich gelang. Erneut spielte dabei Reich eine Rolle, denn den Schuss Marc Zanettis hätte der Goalie eigentlich festhalten müssen. Erster Gratulant bei Flaake war Tobias Eder – wie der Torschütze ein früherer Münchner. Der 21-Jährige war von Kreis anstelle von Bukarts in die dritte Reihe beordert worden.

15:4 Torschüsse im ersten Abschnitt, 15:10 im zweiten – das allein war schon eine deutliche Aussage, und gefühlt war die Überlegenheit der Gastgeber sogar noch deutlicher. Die Düsseldorfer drehten nach der ersten Pause erst so richtig auf, zeigten ihre beste Vorstellung seit Wochen. Es war förmlich zu spüren, wie die Truppe um Kapitän Alex Barta den enttäuschenden Neustart nach der Deutschland-Cup-Pause vergessen machen wollte: Am Donnerstag hatte sie bei den Wolfsburg Grizzlys 1:4 verloren und dabei sechs Überzahl-Möglichkeiten nicht genutzt, darunter auch eine mit zwei Spielern mehr auf dem Eis.

Gegen den Spitzenreiter musste die DEG lange auf die erste Powerplay-Möglichkeit warten. Gegen Ende des Mitteldrittels kam sie, als der Ex-Düsseldorfer Philip Gogulla – von seinen früheren Fans fast bei jeder Puckberührung ausgepfiffen – auf die Strafbank beordert wurde. Das Kreis-Team inszenierte in diesen zwei Minuten ein wahres Feuerwerk, Kevin Reich wusste einige Male gar nicht mehr, wo die Scheibe war, doch irgendwie überstanden die Gäste diesen Druck unbeschadet. Das galt auch für einige weitere Möglichkeiten in Gleichzahl, so als Johannes Johannesen mit einem krachenden Pfostenschuss Pech hatte.

Auffallend bei der überzeugenden DEG, dass die Steigerung gegenüber dem Donnerstag in allen Reihen sichtbar wurde. So trumpfte auch die vierte Linie mit Patrick Buzas, Charlie Jahnke und dem wiedergenesenen Leon Niederberger ganz stark auf.

In den letzten 20 Minuten wurden die Münchner dann allerdings stärker, begünstigt durch eine unglückliche Szene. Der 17-jährige John Peterka checkte Marco Nowak gegen die Bande, und der Nationalverteidiger musste mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus. Zudem konnte auch Victor Svensson nicht mehr mitmischen, so dass Kreis seine drei verbliebenen Center in allen Reihen durchwechselte.

DEG-Verteidiger Nicholas Jensen (l.) im Zweikampf. Foto: Benefoto

Zu dieser schwierigen Situation passte die Entstehung des letztlich entscheidenden 1:2. Mathias Niederberger wurde mehr oder weniger angeschossen, und der Puck trudelte ins DEG-Tor – das Glück eines Spitzenreiters.

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