Deutsche Eishockey Liga: Fokus der Düsseldorfer EG liegt auf Defensivarbeit

Duelle gegen Mannheim und Ingolstadt: Fokus der DEG liegt auf Defensivarbeit

Mit zwei Siegen im Rücken geht die DEG in die kommenden Aufgaben in der Deutschen Eishockey Liga. Doch mit den Adler Mannheim und dem ERC Ingolstadt warten zwei harte Brocken auf die Düsseldorfer.

Die DEG steht an diesem Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga vor einem schweren Programm: Am Freitagabend (19.30 Uhr) trifft das Team von Trainer Harold Kreis auswärts auf die Adler Mannheim, bevor im heimischen Dome am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr) im ERC Ingolstadt das nächsten Schwergewicht wartet. Der Meisterschaftsanwärter aus Baden-Württemberg hat zwar zuletzt drei Spiele in Serie verloren, doch das veranlasst DEG-Trainer Harold Kreis nicht dazu, die Aufgabe zu unterschätzen. „Sie haben jetzt zuhause wohl etwas gutzumachen“, mutmaßt der Coach stattdessen.

Viel wichtiger sei es ohnehin, sich auf die eigene Leistung und das eigene Potenzial zu fokussieren. „Das Defensivspiel ist die Basis“, betont Kreis, „die Abwehr muss gut stehen, wir müssen geduldig spielen und auf unsere Chancen warten.“ Allerdings müsse die eigene Deckung trotzdem Druck nach vorne aufbauen. „Einen Großteil unserer Stabilität verdanken wir der Verteidigung“, unterstreicht Kreis. Und sein Co-Trainer Tobias Abstreiter ergänzt: „Es ist ganz wichtig, wenn sie sich von hinten mit einschaltet.“ Mit dem vierten Mann in der Offensive ergäben sich automatisch mehr Optionen im Angriffsspiel.

Stürmer Stefan Reiter wird am Wochenende nach seinem Gastspiel beim Förderlizenzpartner Bad Nauheim wieder mit dabei sein. Bereits vor einiger Zeit kehrte Abwehrspieler Johannes Huß von dort zurück. „Er wird von Spiel zu Spiel besser, aber gewisse Defizite sind noch da, an denen er auch arbeiten muss. Er ist ein junger Spieler, der noch einiges vor sich hat und sich weiterentwickeln wird“, sagt Kreis und betont in diesem Zusammenhang den „sehr großen Unterschied“ zwischen der DEL2, in der Bad Nauheim spielt, und der DEL. „Aber Johannes macht Fortschritte.“

Nach 24 Spielen – und damit fast der halben Hauptrunde – liegt die DEG auf dem vierten Platz, nur sieben Zähler hinter den Adlern. Zugleich ist der achte Rang jedoch auch nur fünf Punkte entfernt, sodass es im Falle mehrerer Niederlagen im Klassement auch schnell abwärts gehen könnte. Für Trainer Kreis sind das jedoch nur Zahlenspiele: „Die Tabelle ist für uns zweitrangig, wir schauen sie uns gar nicht an. Sie hat keine Aussagekraft über die momentane Stärke des Gegners.“

Als Mutmacher taugt jedoch das erste Aufeinandertreffen mit den Mannheimern in dieser Saison, das die DEG am ersten Spieltag – ebenfalls auswärts – mit 2:1 nach Verlängerung gewinnen konnte. Es war der Auftakt zu einem furiosen Saisonstart, der die Fans zum Träumen anregte. Doch Geschäftsführer Stefan Adam warnt vor einer ausufernden Erwartungshaltung: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir Dritter, Vierter oder Fünfter sind. Wir sind über Nacht nicht zum Meisterschaftskandidaten geworden, nur weil viele Mechanismen gut funktionieren.“

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