DEL-Playoffs: DEG muss in Augsburg herben Dämpfer hinnehmen

1:7-Klatsche in Augsburg : DEG muss herben Dämpfer hinnehmen

Die Düsseldorfer EG muss im ersten im ersten Duell der Playoff-Viertelfinalserie gegen den Augsburger EV einen herben Dämpfer hinnehmen. Bei den Schwaben verlieren die Rheinländer mit 1:7.

Intensivere Checks, mehr Tempo, mehr Einsatz: In der Deutschen Eishockey Liga ist Play-off-Zeit. Und die Düsseldorfer EG ist mittendrin – zumindest mehr oder weniger. Denn der Augsburger EV hatte im ersten Duell der Viertelfinalserie (Best-of-seven) am Dienstag deutlich mehr von den oben genannten Play-off-Zutaten zu bieten. Völlig verdient gewannen die Schwaben im mit 6139 Zuschauern ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit 7:1 (1:0, 2:0, 4:1).

Dabei hatten schon vor dem Start der Serie einige Vorzeichen für Augsburg gesprochen. So hatten die Fuggerstädter in der Hauptrunde alle vier Vergleiche gegen Düsseldorf verloren, dafür entwickelte sich im erfolgreichen Schlussspurt aber eine echte Euphorie am Lech.

Etwas anders war die Situation bei der DEG, der zum Ende der regulären Spielzeit die Luft ausging. Immerhin lichtete sich zuletzt das Lazarett. Mit Ausnahme von Johannes Huß und Leon Niederbeger – für die beiden ist Saison beendet – trainieren alle Spieler voll mit, wobei Patrick Köppchen am Dienstag noch geschont wurde.

Alles in allem war also ein mentaler Vorteil auf Seiten des AEV zu vermuten. Und das erste Drittel unterstützte diese These. Während die Augsburger mit Schwung in die Partie kamen, brauchte die DEG einen Moment. Eine erhoffte Verbesserung im Vergleich zu den Niederlagen der vergangenen Wochen war nicht zu sehen. Symptomatisch das erste Tor: Nach zehn Minuten ließ Calle Ridderwall eine gute bis sehr gute Chance liegen, weil er den Puck am Tor vorbei schoß. Den Irrläufer nahm daraufhin AEV-Topscorer Matthew White auf und traf ohne weitere Zwischenstation im Gegenzug.

Zu Beginn des Mitteldrittels der nächste Schock für die DEG, als erst Patrick McNeill, dann Daniel Schmölz die Führung ausbauten. Bitter, dass der bis dato starke Mathias Niederberger beim 0:3 nicht gut aussah.

Doch es lag sicher nicht am Schlussmann, dass die Düsseldorfer das erste Viertelfinale völlig in den Sand setzten. Viel mehr lag das an Schüssen, die nicht aufs gegnerische Tor kamen, an viel zu vielen Strafzeiten und an einem schlicht willigeren Gastgeber. Da halfen auch die ausufernden Frust-Keilereien kurz vor dem Ende nichts. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte der AEV durch White, Sezemsky und Valentine bereits auf 6:0 erhöht, ehe Alexander Barta den Ehrentreffer und Sezemsky das 7:1 markierten.

Und so war das Wissen, dass die Rot-Gelben schon am Freitag (19.30 Uhr, Rather Dome) eine neue Chance bekommt, das mit Abstand Erfreulichste für die 200 mitgereisten DEG-Fans. Denn ein weiteres Merkmal der Play-off-Zeit ist es, dass ein Sieg oder eine Niederlage – so hoch sie auch ausfallen mögen – noch lange nichts bedeuten. Für einen Sieg benötigen die Düsseldorfer aber dennoch eine sehr deutliche Leistungssteigerung – sonst droht eine kurze Serie.

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