DEL: Düsseldorfer EG verliert bei den Eisbären Berlin

2:0-Führung in 30 Sekunden verspielt : DEG verliert in Berlin nach Penaltyschießen

Die Düsseldorfer EG muss eine knappe Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL)hinnehmen. Das Team vom Harold Kreis verlor nach starker Partie bei den Eisbären Berlin mit 2:3 nach Penaltyschiessen(0:1; 0:0; 2:1; 0:0).

Düsseldorf gegen Berlin. Wäre die DEL-Hauptrunde bereits vor diesem Spiel beendet gewesen, hätte so auch ein Play-off-Viertelfinale geheißen. Der Tabellendritte aus Düsseldorf, längst kein Überraschungsteam mehr, präsentierte sich nach dem Derbysieg in Köln bei den Eisbären weiter in guter Verfassung. Doch trotz einer starken Defensivleistung sowie einem überragenden Mathias Niederberger im Tor verpassten die Düsseldorfer drei Punkte in der Hauptstadt. Jamie MacQueen verwandelte den entscheidenden Penalty.

Die Vorzeichen standen für die Düsseldorfer gut. Drei der letzten vier Vergleiche entschied die DEG für sich, die letzte Niederlage in Berlin gab es 2016. Und die Düsseldorfer starteten mit viel Druck ins Spiel. Nach knapp zwei Minuten hatte Calle Ridderwall die Führung auf dem Schläger, vergab aber aufs freie Tor und traf den Pfosten. Nur wenige Sekunden später machte es Patrick Buzas dann besser. Nachdem Eisbären-Goalie Kevin Poulin zunächst zwei Schüsse von Buzas abblockte, war er beim dritten Nachschuss chancenlos.

Zur Mitte des ersten Drittels fand auch Berlin in die Partie. Eisbär Vincent Hessler ließ einen Alleingang gegen DEG-Torhüter Mathias Niederberger ungenutzt. Dieser hatte im Anschluss deutlich mehr zu tun, hielt aber glänzend. Aber auch die DEG hatte weiter gute Chancen. So vergab Ridderwall nach einem Traumpass von Jerome Flaake erneut aus guter Position vor dem Tor. Auch John Henrion, Lukas Laub und Alex Barta verpassten es die Führung zu erhöhen. Die 9218 Zuschauer sahen eine hochklassige Partie auf Play-off-Niveau.

Düsseldorf machte auch zu Beginn des zweiten Drittels den frischeren Eindruck, provozierte die Eisbären zu vielen Puckverlusten. Gefährlich wurde es für die DEG, als Torschütze Buzas auf die Strafbank musste. Doch Berlin spielte entweder zu kompliziert oder Niederberger war zur Stelle. Allgemein zeigte die DEG ein starkes Verhalten in der Defensive, überstand im Folgenden gar eine doppelte Unterzahl schadlos. Auch im weiteren Verlauf des Abschnitts bestätigte sich das. Zwar war Berlin deutlich präsenter auf dem Eis, die Gäste waren dem Gastgeber aber meist einen Schritt voraus. Und dann war da ja noch Niederberger, der immer wieder beste Eisbären-Chancen parierte.

Zu Beginn des Schlussabschnitts zeigte die DEG einmal mehr, dass das Team in Unterzahl zu den besten der Liga gehört und überstand eine Strafe von Marshall. Direkt im Gegenzug belohnten sich die Düsseldorfer dann: Alex Barta verwandelte nach Vorlage von Philip Gogulla gegen Poulin zum 2:0. Damit erzielte er im 16. Spiel in Folge einen Scorerpunkt. Barta jagt damit weiter Peter Draisaitl, der den Rekord hält (21 Spiele).

Plötzlich stellten die Berliner die Partie auf den Kopf. Obwohl Düsseldorf das Spiel im Griff hatte, glichen die Eisbären innerhalb von 30 Sekunden durch Brendan Ranford und Jamison MacQueen aus. Das Stadion kochte, die Spannung war greifbar. Beflügelt von den schnellen Treffern machte Berlin Druck, wollte noch in der regulären Spielzeit gewinnen. Aber die DEG fand wieder ins Spiel, kam ebenfalls zu Chancen. Doch es half nichts, die Düsseldorfer mussten im 20. Spiel zum zehnten Mal in die Verlängerung und erstmals sogar ins Penaltyschießen. Das bessere Ende hatten da die Berliner.

Wirklich durchatmen kann die DEG nach dieser kräftezehrenden Partie nicht, ein straffes Programm wartet. Am Sonntag geht es vor heimischer Kulisse gegen die Straubing Tigers und bereits am Dienstag muss das Team von Harold Kreis in Bremerhaven ran.

Statistik
Aufstellung DEG: Niederberger – Descheneau, Barta, Gogulla; Flaake, Olimb, Ridderwall; Henrion, Buzas, Pimm; Niederberger, Kretschmann, Laub – Köppchen, Picard; McKiernan, Marshall; Nowak, Ebner.
Tore: 0:1 Buzas 2:26 (Picard, Henrion), 0:2 Barta 43:06 (Gogulla), 1:2 Ranford 47:37, 2:2 MacQueen 48:07 (Noebels, Baxmann), 3:2 MacQueen.
Schiedsrichter: Marc Iwert, Aleksi Rantala
Zuschauer: 9218
Strafen: Berlin 8 DEG 10

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