DEL: Düsseldorfer EG verliert 1:3 bei den Eisbären Berlin

1:3-Niederlage bei den Eisbären : Hauptstadtfluch der DEG hält an

Es gibt Orte, an denen will einfach selten etwas gelingen. Berlin ist ein solcher für die Düsseldorfer EG: Seit 2010 konnten die Rheinländer erst dreimal drei Punkte aus der Hauptstadt entführen. Dieser Negativtrend hielt auch am Mittwochabend an.

Bei den Eisbären Berlin unterlag die DEG mit 1:3 (1:0, 0:0, 0:3). Die Rot-Gelben mussten auf den Torhüter Hendrik Hane und den Verteidiger Alexander Dersch verzichten, die vom U20-Bundestrainer und Ex-Düsseldorfer Tobias Abstreiter in den Kader für die WM-Vorbereitung in Füssen nominiert wurden. Den Platz Hanes nahm Fabian Hegmann aus der U20 der DEG ein, der bereits seit einigen Monaten mit dem DEL-Kader trainiert.

Die DEG erwischte einen Traumstart in der Hauptstadt. Nach einer Vorarbeit von Johannes Johannesen behielt Luke Adam vor dem Berliner Tor die Nerven und vollendete zum 0:1 (2.). Die Rheinländer verpassten es in der Folge, ihre Führung auszubauen. Die beste Chance besaß Rihards Bukarts, der einen Abpraller jedoch nicht im Berliner Netz unterbringen konnte (9.). Düsseldorf stand defensiv stabil, den Eisbären fehlten die Ideen, um das Abwehrbollwerk zu knacken.

Nach der ersten Drittelpause kamen die Hauptstädter bissiger zurück aufs Eis. Berlin hielt die Düsseldorfer phasenweise in deren eigener Zone, doch zwingende Torchancen entwickelten sich nicht. Bei den Torschüssen konnte sich Mathias Niederberger im DEG-Tor einige Male auszeichnen. Alex Barta verpasste hingegen das 0:2, sein Schuss landete nur am Außennetz (27.). Richtig unter Druck gerieten die Gäste erstmals während ihrer zweiten Unterzahl des Abends: Nach der Zwei-Minuten-Strafe gegen Marc-Anthony Zanetti erspielten sich die Eisbären innerhalb weniger Augenblicke gleich zwei gute Tormöglichkeiten, doch das Scheibenglück war weiterhin nicht auf Seiten der Berliner (38.). Das Team von der Brehmstraße rettete die mittlerweile schmeichelhaft knappe Führung auch in die zweite Drittelpause. Die Bilanz von 14:5 Schüssen zugunsten der Gastgeber brachte die Kräfteverhältnisse im Mittelabschnitt sehr gut zum Ausdruck. „Wir müssen in der defensiven Zone die Zuordnung besser finden“, forderte der Düsseldorfer Co-Trainer Thomas Dolak vor dem Schlussdrittel.

Das erste Ausrufezeichen setzten dort die Rot-Gelben: Nach einem Schuss von Bukarts vergab Reid Gardiner die Chance zum 0:2 (42.). Mit einem schönen Spielzug kamen die Eisbären zum verdienten Ausgleich. James Sheppard vollendete eine Kombination über Leonhard Pföderl und Marcel Noebels zum 1:1 (44.). In der Phase danach waren die Berliner die klar tonangebende Mannschaft, die DEG kam kaum aus dem eigenen Drittel heraus. Die fast schon zwangsläufige Folge: Ihre dritte Überzahlsituation nutzten die Eisbären aus, Sheppard erzielte im Powerplay seinen zweiten Treffer zum 2:1 (49.). Doch die Düsseldorfer gaben keinesfalls auf, Alex Barta hatte eine gute Schusschance zum Ausgleich (52.). Der Rückstand schien wie ein Weckruf gewirkt zu haben. Zanetti hatte ebenfalls den Ausgleich auf dem Schläger, doch im direkten Gegenzug besiegelte Maxim Lapierre mit dem 3:1 die Düsseldorfer Niederlage (56.).

Statistiken

Eisbären Berlin - DEG 3:1

DEG: M. Niederberger (Hegmann) - Jensen, Huß; Ebner, Urbom; Johannesen, Zanetti - Gardiner, Barta, Kammerer; Flaake, Olimb, Adam; Bukarts, Svensson, Jahnke; Geitner, Buzas, L. Niederberger.

Schiedsrichter: Piechaczek/Reneau.

Zuschauer: 10.126.

Tore: 0:1 (1:11) Adam (Johannesen), 1:1 (43:15) Sheppard (Pföderl, Noebels), 2:1 (48:16) Sheppard (McKiernan - 5:4), 3:1 (55:46) Lapierre (Aubry).

Strafminuten: Berlin 4, DEG 6.

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