DEL: Düsseldorfer EG schlagen Adler Mannheim in der Overtime

Auftakt in der DEL: DEG startet mit Overtime-Sieg in Mannheim

Ken André Olimb heißt der erste Düsseldorfer Held der neuen Eishockeysaison. Sein Tor entschied die Partie der DEG bei den Adler Mannheim. Die Rot-Gelben siegten durch den Treffer vor 11.531 Zuschauern mit 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung.

Während der Vorbereitung verwenden Spieler und Trainer gerne die Vokabel „Standortbestimmung“: für das erste Testspiel, die erste Partie gegen einen starken Gegner oder auch die Generalprobe vor dem Saisonstart. Frei übersetzt: Es wird geschaut, was die Teams schon können, und was sie noch üben müssen. Zum Ligaauftakt seien die Karten dann allerdings trotzdem völlig neu gemischt. Schließlich wisse niemand so genau, „wer wo genau steht“. Und so ist das erste Spiel einer neuen Spielzeit immer ein besonderes – eine weitere Standortbestimmung eben.

In Mannheim war der genaue Leistungsstand der Rot-Gelben nach dem ersten Drittel gar nicht so leicht einzuordnen. Denn nach einer schnellen und ausgeglichenen Anfangsphase gerieten die Düsseldorfer, die ohne Christian Kretschmann, Jerome Flakke und Nicklas Mannes angetreten waren, zunehmend unter Druck. Bei einem Lattentreffer hatten die Gäste noch Glück, in der ersten Unterzahl dann nicht mehr. Als Ryan McKiernan auf der Strafbank saß, traf Mannheims Chad Kolarik aus kurzer Distanz über die Schulter von Mathias Niederberger hinweg zum 1:0. Kurz darauf stand der DEG-Torhüter, der den Vorzug gegenüber Fredrik Pettersson Wentzel erhalten hatte, erneut im Fokus, als die Gastgeber ihren Gegner über mehrere Minuten einschnürten. Umso überraschender und schmeichelhaft dann der Ausgleich durch Alexander Barta, der seine zweite Chance des Abends für sein erstes Saisontor nutzte. Das erste Zwischenfazit nach dem ersten Durchgang: Einstellung und Chancenverwertung gut, spielerisch hatte das hochkarätig besetzte Mannheimer Team Vorteile.

So auch zu Beginn des Mitteldrittels. Es dauerte einen Moment, ehe sich die DEG freischwamm. Auch wenn vorerst keine weiteren Tore fielen, war die Begegnung auf einem gutem Niveau. Sowohl Niederberger als auch sein Gegenüber Dennis Endras glänzten immer wieder. Düsseldorfs Trainer Harold Kreis und Pavel Gross, der in der Sommerpause von Wolfsburg zum MERC gewechselt ist, werden die Leistungen ihrer Goalies in Sachen Standortbestimmung zufrieden notiert haben.

Das Abschlussdrittel lebte dann hauptsächlich von der Spannung. Weiter gab es Chancen auf bei beiden Seiten. Wirkliche Vorteile erarbeitete sich aber keine der Mannschaften. Fast folgerichtig fiel die Entscheidung in der Verlängerung, als Olimb einen Schuss von McKiernan abfälschte.

Unter dem Strich verlief die Standortbestimmung für die Düsseldorfer nicht nur wegen der zwei Punkte durchaus positiv. Bei einem Meisterschaftskandidaten hielten die Rot-Gelben nicht nur mit, sondern drückten der Partie phasenweise ihren Stempel auf.

Am Sonntag geht es für die Düsseldorfer nun zuhause gegen Iserlohn (14 Uhr) darum, den aktuellen Standort zu bestätigen.

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DEG: M.Niederberger (Pettersson Wentzel) – Köppchen, Picard; Ebner, McKiernan; Nowak, Marshall; Huß – Gogulla, Barta, Descheneau; Ridderwall, Olimb, Henrion; Reiter, Buzas, Pimm; L.Niederberger, Strodel, Laub.

Tore: 1:0 (10:14) Kolarik (Eisenschmid, Desjardins; 5-4), 1:1 (16:57) Barta (McKiernan, Descheneau), 1:2 (63:30) Olimb (McKiernan).

Strafen: Mannheim 4, DEG 8.

Schiedsrichter: Bauer/Rantala.

Zuschauer: 11.531

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