DEL: Düsseldorfer EG gleicht in der Play-off-Serie gegen die Augsburger Panther aus

4:1 gegen Augsburg: DEG gleicht in der Play-off-Serie aus

Die Düsseldorfer EG nimmt mit dem 4:1-Sieg über die Augsburger Panther erfolgreich Revanche für die 1:7-Pleite im ersten Viertelfinalspiel am Dienstag. Am Sonntag um 14 Uhr steigt auswärts die dritte Auflage.

Im Play-off-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga ist das Rennen wieder offen. Dank einer erheblichen Leistungssteigerung gewann die DEG den zweiten Vergleich mit den Augsburger Panthern hochverdient mit 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) und stellte die Serie nach der Auftaktpleite auf 1:1. Am Sonntag um 14 Uhr geht es in Augsburg mit dem dritten Spiel weiter, ehe man sich am Freitag im Dome wiedersieht.

Eine Reaktion wollte das Trainerteam Harold Kreis und Tobias Abstreiter nach dem 1:7-Desaster vom Dienstag von seiner Mannschaft sehen – und es bekam eine. Vom ersten Bully an zeigte die DEG eine völlig andere Körpersprache, fuhr ihre Checks zu Ende und legte ein ungeheures Tempo vor. Diese Einstellung, so komplett gegensätzlich zum blutleeren ersten Auftritt in Augsburg, ließ den Funken im Dome schnell überspringen, und so entstand die Play-off-Atmosphäre, die sich Kreis und Abstreiter für die geplante Revanche erhofft hatten.

Auffällig auch, dass die Düsseldorfer aus ihren gröbsten Fehlern beim 1:7 offensichtlich gelernt hatten. Wie erwartet versuchten es die Panther zwar erneut mit ihrem am Dienstag so erfolgreichen frühen Angreifen, doch diesmal ließ sich der jeweils scheibenführende DEG-Spieler nicht aus der Ruhe bringen. Und das zeigte Wirkung. Nicht allein vom Spielstand her, der durch Jaedon Descheneaus entschlossenes Nachsetzen bereits in der achten Minute einen positiven Anstrich bekam – die Augsburger schienen regelrecht überrascht, nun einen ganz anderen Gegner vor sich zu haben als noch zum Viertelfinal-Auftakt.

Das äußerte sich unter anderem darin, dass die bayerischen Schwaben serienweise auf die Strafbank wanderten. Ein Manko, das am Dienstag alle Ansätze bei der DEG zerstört hatte und nun die Panther traf. Das 2:0, das Manuel Strodel mit seinem ersten Saisontreffer noch im ersten Abschnitt folgen ließ, resultierte freilich nicht aus einem Überzahlspiel, sondern wie Descheneaus Treffer aus dem absoluten Willen, den Puck über die Linie zu zwingen. Kurios: Beide Düsseldorfer Torschützen gingen ohne Assistenten in die Statistik ein; eine Seltenheit im Eishockey.

Wollte man in den ersten 40 Minuten ein Manko ausmachen, so fand man es in der Chancenverwertung. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Das Kreis-Team vermochte keines seiner acht Powerplays der ersten beiden Drittel zu nutzen und verpasste es so, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. 44:29 Schüsse standen bis dahin zu Buche, 23:11 aufs Tor.

Bis es endlich ins finale Drittel ging, brauchten alle im Dome dann eine Menge Geduld: Da riesige Wasserlachen das Eis unbespielbar machten, mussten zunächst die Eismeister in Handarbeit und schließlich sogar die Eismaschinen nochmals ans Werk – erst mit fast 20 Minuten Verzögerung ging es weiter. Anschließend wurde es zwar trotz Descheneaus zweitem Tor noch einmal spannend, auch weil nicht jede Schiedsrichter-Entscheidung nachvollziehbar war. Am gerechten Erfolg und der nun wieder ausgeglichenen Lage in der Viertelfinalserie änderte das allerdings nichts mehr.

Statistik:

DEG: M. Niederberger (Hane) – Torp, Picard; McKiernan, Marshall; Nowak, Ebner – Henrion, Olimb, Ridderwall; Descheneau, Barta, Gogulla; Flaake, Buzas, Pimm; Reiter, Kretschmann, Strodel; Laub.

Schiedsrichter: Kopitz, Piechaczek.

Zuschauer: 8387.

Tore: 1:0 (7:52) Descheneau, 2:0 (12:18) Strodel, 3:0 (47:09) Descheneau (Nowak – 6:5), 3:1 (48:56) Lamb (White – 5:3), 4:1 (59:37) Henrion (Ridderwall, Marshall - 5:6).

Strafminuten: DEG 16, Augsburg 16.

Hier geht es zur Bilderstrecke: DEG - Augsburg: die Bilder des Spiels

(jol)
Mehr von RP ONLINE