DEL: Düsseldorfer EG erringt 3:1-Sieg gegen Grizzlys Wolfsburg

3:1-Arbeitssieg : DEG ringt Grizzlys nieder

Der Eishockeyklub muss kurzfristig auf Kenny Olimb verzichten. Gegen den Tabellenvorletzten aus Wolfsburg reicht es aber zu einem 3:1-Arbeitssieg.

Als am Freitagabend die Schlusssirene im ISS Dome ertönt, ist es nicht etwa enthusiastischer Jubel, der bei den 6485 Zuschauern aufbrandet. Der 3:1-Erfolg der Düsseldorfer EG gegen die Grizzlys Wolfsburg führt vielmehr zu einem kollektiven Aufatmen. Es war ein hartes Stück Arbeit für das Team von Trainer Harold Kreis gegen einen unbequemen Gegner. Die DEG bleibt damit auf dem vierten Platz in der Deutschen Eishockey Liga und macht es sich langsam so richtig bequem auf den Play-off-Plätzen.

Der Abend beginnt für die Hausherren hingegen mit einer Hiobsbotschaft: Eine Grippe verhindert den Einsatz vom wohl begnadetsten Techniker im Team der Düsseldorfer: Ken-André Olimb. Der Norweger zählt zudem zu den besten Scorern bei den Rot-Gelben. Und wer sich vor dem Spiel mal genauer mit dieser Liste der wertvollsten Spieler der DEL-Teams befasst, kann nur zu einem Schluss kommen: Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Fünf Spieler der DEG (Gogulla, Barta, Descheneau, Olimb und Ridderwall) werden aufgeführt, ehe in Jeremy Dehner der erste Wolfsburger auf Platz 50 erscheint.

Eine Offensivschwäche ist gestern Abend beim Tabellenvorletzten aber zunächst nicht zu erkennen. Nach 155 Sekunden führen die Grizzlys bereits – allerdings unter gütiger Mithilfe der Düsseldorfer Verteidigung, die zu aggressiv an der Bande attackiert und dabei Wade Bergmann vor dem Tor vergisst, der locker zum 1:0 verwandelt. Die DEG hat im ersten Drittel nur wenige Torchancen, kann sich nur einmal richtig in der Zone der Gäste festsetzen. Diese Phase wird aber beendet, nachdem ein Wolfsburger mit viel Theatralik eine Strafzeit gegen Ryan McKiernan provoziert. Die Niedersachsen fallen ohnehin dadurch auf, gerne auszuteilen, mit dem Einstecken aber so ihre Probleme zu haben.

Doch wohl dem, der ein qualitativ und mental so starkes Team hat, um sich von derlei Mätzchen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Denn im Mittelabschnitt legt die DEG einen Blitzstart hin. 49 Sekunden läuft das Spiel wieder, als Marco Nowak einen Pass von Jaedon Descheneau zwischen den Beinen von Goalie David Leggio hindurch zum Ausgleich ins Tor bringt. Insgesamt hat die DEG nun mehr Spielanteile, doch die Grizzlys bleiben gefährlich. Es ist bei den Rot-Gelben schon zu spüren, dass neben Olimb auch Bernhard Ebner, Jerome Flaake und Manuel Strodel fehlen. Allerdings nehmen weder Spencer Machacek noch Petr Pohl die Geschenke der DEG an. Mathias Niederberger im Tor reagiert zweimal hervorragend mit dem Schoner. Und da Philip Gogulla bei einem Alleingang ebenfalls an Leggios ausgefahrenem Bein scheitert, geht es mit dem Remis ins Schlussdrittel.

Da ist es schließlich eines der wenigen Überzahlspiele, das der DEG zum Erfolg verhilft. Wieder ist es Descheneau mit einem schönen Zuspiel, das Alexander Barta mit einem Schlenzer über Leggios Fanghand verwertet. John Henrion setzt dann in buchstäblicher letzter Sekunde den Schlusspunkt mit dem 3:1 ins leere Tor.

Statistik

DEG – Wolfsburg 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)

DEG: M. Niederbeger (Wentzel) – Köppchen, Picard; McKiernan, Marshall; Nowak, Huß – Descheneau, Barta, Gogulla; L. Niederberger, Buzas, Ridderwall; Henrion, Kretschmann, Pimm; Reiter, Laub.

Schiedsrichter: Hunnius (Berlin), Stricker (Schweiz).

Zuschauer: 6485.

Tore: 0:1 (2:35) Bergmann (Sparre), 1:1 (20:49) Nowak (Descheneau, Gogulla), 2:1 (49:13) Barta (Descheneau; 5-4), 3:1 (59:59) Henrion.

Strafminuten: DEG 4 + 10 McKiernan, Wolfsburg 10.

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