DEL: DEG steckt vierte Heimniederlage in Folge ein

1:3-Pleite gegen Nürnberg : DEG steckt vierte Heimniederlage in Folge ein

Die Eishockey-Profis enttäuschen beim 1:3 gegen Nürnberg vor allem in der Offensive. Kenny Olimbs Anschlusstreffer kommt zu spät.

So viel hatte sich die DEG von ihrem Heimspiel-Viererpack versprochen, der auf den Sieg im DEL-Wintergame in Köln folgte. Doch was dabei herauskam, war erschreckend wenig: Magere zwei Pünktchen waren das Resultat aus vier Heimpleiten in Folge. Am Mittwochabend rundete die 1:3 (0:0, 0:1, 1:2)-Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers die Bilanz ab, mit der die Eishockey-Mannschaft von Trainer Harold Kreis nun sogar Gefahr läuft, die lange Zeit so komfortable Ausgangsposition vor den Play-offs zu verspielen.

Der Knackpunkt der Partie wurde schnell ersichtlich. Schon zu lange ist die DEG von ihrer ersten Sturmreihe abhängig – und wenn die einmal nicht trifft, haben die Düsseldorfer ein großes Problem. Nicht erst seit der Brandrede von Calle Ridderwall, der als Stürmer der zweiten Reihe seine und die übrigen Formationen öffentlich in die Pflicht nahm, ist klar, dass Alex Barta, Jaedon Descheneau und Philip Gogulla zu viel Last auf ihren Schultern tragen. Gegen Nürnberg drückte sie vor allem Descheneau nieder: Der Kanadier, der die DEG schon so oft mit seine Toren auf die Siegerstraße gebracht hatte, ließ zwei Riesenchancen aus und stürmte nicht so unbeschwert, wie man das von ihm gewohnt ist. Dabei hätte der 23-Jährige doch seinen Großeltern, die ihm auf der Tribüne die Daumen drückten, so gern einen Treffer geschenkt.

Doch selbstredend lag es nicht allein an Descheneau. Seine Kollegen überboten sich an Harmlosigkeit, aber auch an Umständlichkeit. Wenig war zu sehen von schnellem und einfachen Eishockey, viel zu oft versuchten sich die Gastgeber an komplizierten Passfolgen und Laufwegen, gaben so den bestimmt nicht überragend auftrumpfenden Mittelfranken immer wieder die Gelegenheit, sich in der Defensive zu formieren.

Leonhard Pföderl zeigte auf der Gegenseite, wie es effektiver geht. Im Mitteldrittel stocherte der Nationalstürmer den Puck aus dem Gewühl ins Netz, im Schlussabschnitt stand er einfach nur richtig: Mit dem rechten Knie fälschte Pföderl einen Schuss von Taylor Aronson zum 0:2 ab. DEG-Torhüter Fredrik Pettersson Wentzel, Vertreter des wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel fehlenden Mathias Niederberger, war beide Male machtlos, und Kenny Olimbs Anschlusstreffer in Überzahl kam zu spät, um noch die Wende zu bringen, zumal William Acton noch das dritte Gästetor nachlegte.

DEG: Pettersson Wentzel (Hane) – Köppchen, Picard; McKiernan, Marshall; Nowak, Huß – Descheneau, Barta, Gogulla; Henrion, Olimb, Ridderwall; L. Niederberger, Buzas, Pimm; Laub, Kretschmann, Strodel.

Schiedsrichter: Koharski, Schrader.

Zuschauer: 4534.

Tore: 0:1 (27:29) Pföderl (Dupuis), 0:2 (43:45) Pföderl (Aronson, Festerling), 1:2 (53:15) Olimb (Gogulla, McKiernan – 5:4), 1:3 (58:22) Acton (Mebus).

Strafminuten: DEG 10, Nürnberg 12.

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