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DEL 21/22: Düsseldorfer EG feiert ersten Sieg bei Nürnberg Ice Tigers seit drei Jahren

4:1-Erfolg : DEG feiert ersten Sieg in Nürnberg seit drei Jahren

Die Düsseldorfer Eishockeyprofis zeigen die richtige Reaktion auf die Niederlage in Krefeld. In Nürnberg sind sie von Beginn an da, stehen defensiv gut und gewinnen mit 4:1.

Wenn die Pandemie irgendwann mal vorbei sein sollte, die Düsseldorfer EG könnte sie vor allem anhand ihrer Auswärtsspiele bei den Nürnberg Ice Tigers erzählen. Anfang März 2020 war der Auftritt der DEG in Franken das letzte Spiel, bevor die Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) abgebrochen wurde. Diese Saison war die eigentlich für den 24. Oktober geplante Partie in Nürnberg das erste Auswärtsspiel, das wegen des Corona-Ausbruchs bei der DEG verlegt werden musste. Und als es an diesem Dienstagabend nachgeholt wurde, deutete sich an, dass es das vorerst letzte in Nürnberg vor Hallenpublikum sein würde.

Sonderlich viele Zuschauer waren aber auch bereits am Dienstagabend nicht gekommen, um Ice Tigers und DEG zu sehen, gerade mal 1026. Und die hatten wenig Freude dran. Denn die DEG gewann mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) und feierte damit den ersten Sieg in Nürnberg seit knapp drei Jahren. Und den generell ersten Auswärtssieg seit dem 6:1 in Köln Mitte Oktober. In der Tabelle steht sie damit weiter auf Rang acht.

„Wir wollten zurückkommen nach dem Spiel gegen Krefeld, das haben wir gemacht“, sagte Torhüter Hendrik Hane, dessen Team vor allem drauf bedacht war, diesmal besser zu starten. Zuletzt hatte die DEG ja meist früh zurückgelegen und musste sich dann mühsam zurückkämpfen. Diesmal startete sie selbst furios. Der starke Kyle Cumiskey erkämpfte sich in der zweiten Minute auf der linken Seite den Puck, rannte los, war nicht mehr einzuholen, und als er am gegnerischen Tor angekommen war, schob er Nürnbergs Niklas Treutle die Scheibe durch die Schoner.

Eine gute Viertelstunde später verwertete Tobias Eder einen guten Pass von Daniel Fischbuch in Überzahl. So endete ein Drittel mit 2:0, in dem die DEG nicht zwingend zwei Tore besser war. Aber am Sonntag in Krefeld war sie im ersten Drittel (0:3) ja auch nicht drei Tore schlechter gewesen. Diesmal nutzte sie eben ihre Chancen, während Hane die der Nürnberger vereitelte. Das tat der 21-Jährige auch danach immer wieder, wehrte insgesamt 36 Schüsse ab.

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Glanzparaden im Minutentakt musste Hane allerdings nicht zeigen. So viel ließ die DEG gar nicht zu – obwohl sie nur mit fünf Verteidigern spielte. Doch die und ihre Kollegen im Sturm zeigten das, was gemeinhin als „blitzsauberes Auswärtsspiel“ bezeichnet wird. Hinten kompakt und bei Puckgewinnen gradlinig nach vorne. Und wenn doch jemand die Scheibe verlor, arbeiten alle konsequent nach hinten. Da war nicht immer was fürs Highlightvideo, aber genau das, was Trainer Harold Kreis sehen wollte.

Hinzu kam das nötige Glück, wenn die Schiedsrichter ein härteres Einsteigen laufen ließen oder ihren eigenen Fehler vor dem 0:3 nicht korrigierten. Der Treffer in der 29. Minute war an sich zwar korrekt, doch kurz bevor Niklas Postel die Scheibe ins Tor schoss, hatte ein Schiedsrichter gepfiffen, weil er dachte, Torhüter Treutle hätte den Puck sicher. Die Nürnberger protestierten entsprechend lautstark, doch der Treffer zählte.

Im letzten Drittel zog sich die DEG dann immer mehr zurück. Nürnberg drückte. Sieben Minuten vor dem Ende traf Gregor MacLeod zum 1:3. Doch als die Ice Tigers am Ende des Torhüter rausnahmen, traf Eder noch ins leere Tor.

Statistik:

Nürnberg Ice Tigers – Düsseldorfer EG 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)

DEG: Tor: Hane (Pantkowski); Abwehr: Heinzinger, Nowak – Cumiskey, Järvinen – Trinkberger; Angriff: Proft, MacAulay, Fischbuch – O'Donnell, Barta, Ehl – Bittner, Svensson, D'Amigo – Schiemenz, Postel, Eder

Schiedsrichter: Iwert/Kopitz

Zuschauer: 1026

Tore: 0:1 (1:45) Cumiskey, 0:2 (17:50) Eder (Fischbuch/5-4), 0:3 (28:08) Postel (Trinkberger, Nowak), 1:3 (52:47) MacLeod, (Schmölz, Reimer), 1:4 (58:56) Eder (5-6)

Strafminuten: 4:10

Torschüsse: 37:25