DEL 2018/2019: Düsseldorfer EG verliert beim ERC Ingolstadt nach Verlängerung

2:3 beim ERC Ingolstadt: DEG verliert erneut nach Verlängerung

Gut gespielt, 2:0 geführt und doch nur einen Punkt geholt: Die Düsseldorfer EG hat das Spitzenspiel beim ERC Ingolstadt am Freitag mit 2:3 (2:0, 0:2, 0:0, 0:1) nach Verlängerung verloren. Die Tabellenführung ist damit weg.

3344 Zuschauer sahen eine packende Begegnung, die keinen Verlierer gebraucht hätte. Durch die dritte Niederlage in Folge und den Sieg der Adler Mannheim im Derby gegen Schwenningen (3:1) verlor die DEG die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga.

Dass die Partie der DEG am 10. Spieltag in Ingolstadt das absolute Topspiel der DEL sein würde, hätte vor der Saison wohl kaum jemand erwartet. Dabei haben beide Teams eine ähnliche Erwartungshaltung für diese Spielzeit: Sowohl die Panther als auch die Düsseldorfer verfügen über einen starken Kader. Doch weder die Panther noch die Rot-Gelben wollten die Top-6 als direktes Ziel ausgeben. Nun stehen sie zusammen in der Spitzengruppe.

Am Freitag hätte den Gastgebern ein Sieg nach 60 Minuten gereicht, um die Rheinländer in der Tabelle zu überholen. Bei einer Niederlage Mannheims im Derby gegen Schwenningen hätte es sogar der Platz an der Sonne werden können. Doch es waren die Düsseldorfer, die mit Spielbeginn zeigten, wieviel Spielfreude sie im Gepäck hatten. Als Jaedon Descheneau in der fünften Minute das 1:0 für seine Farben erzielte, konnte man bereits von einer verdienten Führung sprechen. Denn es war die vierte Chance der DEG, die aus dem Gewühl vor dem von Jochen Reimer gehüteten ERC-Tor heraus den gewünschten Erfolg brachte. Davor hatte der Ex-DEGler mehrfach einen noch früheren Rückstand verhindert.

Die Gastgeber waren von der DEG, die ihren Gegner gewohnt früh attackierte und bei Scheibenbesitz klug nach vorne kombinierte, sichtlich beeindruckt und befreiten sich erst nach etwa acht Minuten vom Anfangsdruck. In dieser Phase verbuchten auch die Schanzer einige Gelegenheiten, doch DEG-Keeper Fredrik Pettersson Wentzel blieb vorerst in jeder Situation der Sieger. Dabei wurde er allerdings auch mustergültig von seinen Vorderleuten unterstützt, die selbst in Unterzahl – die DEG besitzt ligaweit das zweitbeste Penalty-Killing – gerade einmal eine Gelegenheit zuließen. Auf der Gegenseite machten es die Gäste in ihrem ersten Powerplay besser und wurden durch den strammen Schuss von Ryan McKiernan mit dem 2:0 noch vor der ersten Pause belohnt.

Nach der Unterbrechung konnte die DEG ihr eigenes Niveau nicht ganz halten. Abspielfehler und verlorene Zweikämpfe häuften sich jetzt gegen immer stärker werdende Ingolstädter. Sowohl der Anschlusstreffer (Vili Sopanen, 27. Minute), als auch der Ausgleich durch Brett Olsen nach 33 Minuten waren die logische Konsequenz der nun neuverteilten Spielanteile. Doch nach dem 2:2 gelang es den Rheinländern umgehend das Momentum der Ingolstädter zu stoppen. Es entwickelte sich in der Folge ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe.

So auch im dritten Durchgang, als beide Teams auf einen Fehler des Gegners warteten und die Spannung von Minute zu Minute wuchs. Chancen gab es auf beiden Seiten genug, unter anderem rettete Wentzel zweimal sehenswert mit starken Reflexen für die DEG, dennoch musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Ingolstadts Torschützenkönig Mike Collins traf nach 61:20 Minuten zum 3:2.


DEG: Wentzel (M.Niederberger) – Köppchen, Picard; Ebner, McKiernan; Nowak, Marshall – Gogulla, Barta, Descheneau; Ridderwall, Olimb, Henrion; Reiter, Buzas, Pimm; L.Niederberger, Strodel, Laub.

Tore: 0:1 (4:32) Descheneau (Nowak, Marschall), 0:2 (17:49) McKiernan (Barta; 5-4), 1:2 (26:13) Sopanen (Edwards, Olver), 2:2 (32:51) Olson (Greilinger, Dámigo), 3:2 (61:20) Collins (Friesen, Wagner) .

Strafen: Ingolstadt 6, DEG 4.

Schiedsrichter: Hurtik/Schukies.

Zuschauer: 3344.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ingolstadt - DEG: die Bilder des Spiels

(grr)
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