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DEL 20/21: Düsseldorfer EG unterliegt Iserlohn Roosters mit 2:3

2:3-Niederlage : DEG lässt Punkte gegen Iserlohn liegen

In zehn schwachen Minuten verlieren die Düsseldorfer Eishockeyprofis viele Pucks, laufen in Konter und kassieren drei Treffer. Am Ende verlieren sie 2:3 gegen kämpferische Sauerländer.

Harold Kreis wusste natürlich vorher, was ihn und die Düsseldorfer EG am Donnerstagabend erwarten würde. Einerseits ein Gegner, der nur zwei seiner vergangenen neun Spiele gewonnen hatte. Aber eben auch ein Gegner, der deswegen unter der Woche seinen Trainer beurlaubt hatte. Und so etwas, sagte Kreis im Vorfeld, „setzt immer neue Energie frei, viele Spieler geben dann bewusst oder unbewusst einen Tick mehr“.

Ob bewusst oder unbewusst: Die Iserlohn Roosters sahen am Donnerstag im Rather Dome nicht ansatzweise wie ein Team aus, das seiner Form hinterherrennt. Da verlangten sie der DEG alles ab. Am Ende verloren die Düsseldorfer mit 2:3 (0:0, 2:3, 0:0), weswegen sie nun auf Rang vier der Nordgruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) stehen, mit nur noch vier Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Play-off-Platz.

„Im zweiten Drittel haben wir einfach geschlafen“, ärgerte sich DEG-Stürmer Jerome Flaake hinterher. „Gegen so einen Gegner dürfen wir einfach nicht so viele Chance hergeben.“ Doch das begann schon in den ersten Minuten. Wie bereits am Sonntag beim Derbysieg gegen die Kölner Haie lief die DEG in der Anfangsphase meist hinterher, Iserlohns Casey Bailey traf gar den Pfosten. Doch ebenfalls wie gegen Köln wachten die Düsseldorfer schnell auf und übernahmen dann das Kommando. Zwar brauchten sie diesmal bis zu Beginn des zweiten Drittels für den Führungstreffer, doch nachdem Kapitän Alexander Barta nach sieben Spielen ohne eigenes Tor mit einem krachenden Schlagschuss in Überzahl für das 1:0 gesorgt hatte, schien alles seinen gewohnten Gang zu nehmen. Hier das souveräne Team aus der Spitzengruppe, dort das unglückliche Team aus dem Keller.

Aber genau das passierte nicht. Denn mit dem recht glücklichen Ausgleich der Gäste zwei Minuten nach der DEG-Führung drehte sich das Spiel. Iserlohn wurde immer stärker, der DEG schien plötzlich kein Mittel mehr gegen das Forechecking der Sauerländer einzufallen. Immer wieder verlor sie den Puck in der Vorwärtsbewegung, immer wieder rannte sie in Konter, immer wieder kamen die Gäste zu Chancen. Sechs Minuten nach dem Ausgleich hatten die Iserlohner das Spiel komplett gedreht, weitere drei Minuten danach stand es auch schon 1:3. Und es überraschte wenig, dass alle drei Roosters-Treffer auf das Konter der Bailey-Grenier-Whitney-Reihe gingen, die die DEG schon Anfang Januar gequält hatte, als sie sogar vier Tore schoss.

Damals gewannen die Düsseldorfer noch mit 6:5 nach Verlängerung. Diesmal nicht. Zwar verkürzte Max Kammerer noch im zweiten Drittel auf 2:3 nach starker Vorarbeit von Daniel Fischbuch. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen - trotz dreier Überzahlsituationen im letzten Drittel und weiterer guter Chancen. Doch Iserlohn verteidigte aufopferungsvoll. So wie man das macht, wenn ein Trainerwechsel neue Energie freigesetzt hat. So wie sich Harold Kreis das vorher schon gedacht hatte. Nun hofft der Trainer, dass seine Mannen schnell aus der Niederlage lernen. Schon am Sonntag geht es erneut gegen die Roosters, dann aber in Iserlohn.

Statistik

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 2:3 (0:0, 2:3, 0:0)

DEG: Tor: Hane (Pantkowski); Abwehr: Ebner, Nowak – Jensen, Cumiskey – Geitner, Jahnke; Angriff: Ehl, Barta, Flaake – Kammerer, Olimb, Fischbuch – Karachun, Carey, Eder – Alanov, Svensson, From

Schiedsrichter: Rantala/Schadewaldt

Zuschauer: keine

Tore: 1:0 (22:26) Barta (Kammerer, Cumiskey/5-4), 1:1 (24:26) O’Connor (Whitney, Grenier), 1:2 (30:18) Bailey (Grenier, Whitney), 1:3 (33:31) Grenier (Whitney, Bailey), 2:3 (35:54) Kammerer (Fischbuch, Cumiskey)

Strafminuten: 8:14

Torschüsse: 33:21