DEL 19/20: Kammerer schießt die DEG im Rheinderby gegen Köln ins Glück

2:1-Sieg im Rheinderby : Kammerer schießt die DEG ins Glück

Die DEG gewinnt das 226. rheinische Derby bei den Kölner Haien verdient mit 2:1. 122 Sekunden vor Schluss trifft Maxi Kammerer entscheidend. Am Sonntag um 16.30 Uhr erwartet die DEG die Mannheimer Adler im ISS Dome.

Den Derbyfluch zu brechen – das war das erklärte Ziel der DEG im ersten Eishockeyspiel des neuen Jahres. Beide Saisonvergleiche mit den Kölner Haien hatte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis zuvor mit 1:4 verloren, und das dritte Duell der aktuellen Spielzeit, das 226. rheinische Derby der Geschichte, sollte endlich die Trendwende bringen. Und das Unterfangen glückte. Mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) holte sich die DEG verdient den 104. Derbysieg bei 111 Niederlagen.

Es war schon ein Geduldsspiel für die 18.600 Zuschauer, überhaupt in die Halle zu kommen. Für ein ausverkauftes Haus hatten die Kölner Veranstalter geradezu lächerlich wenige Eingänge geöffnet, so dass sich draußen lange Schlangen bildeten – kein Spaß bei dem miesen rheinischen Regenwetter. Und auch für das Spiel brauchten die Fans beider Teams zunächst einige Geduld, denn außer einer Serie von unerlaubten Weitschüssen und einiger unnötiger Bully-Wiederholungen gab es in den ersten fünf Minuten nicht viel zu sehen.

Zwei unmittelbar aufeinander folgende Strafzeiten gegen die Gastgeber brachten dann neue Aspekte in die Begegnung. Zwar stellte sich die DEG in Überzahl alles andere als geschickt an und verzeichnete keinerlei Torchancen, doch kurioserweise brachten sich die anfangs aggressiveren Haie selbst aus dem Rhythmus. Köln gelang für den Rest des ersten Drittels gar nichts mehr, und die Düsseldorfer wurden stetig besser. Die Pausenführung durch einen Distanzschuss von Bernhard Ebner war somit durchaus verdient.

Der rätselhafte Durchhänger der Kölner ging weiter, und daraus resultierte fast zwangsweise ein steigendes Selbstvertrauen bei ihren Gästen. Obwohl die Abwehr der DEG weiter krass dezimiert agieren musste, da sich die Hoffnung auf die Rückkehr des Schweden Alex Urbom (Muskelfaserriss) nicht erfüllt hatte, standen die Rot-Gelben sicher in der Defensive und konnten sich in den sehr wenigen Szenen, in denen der Puck doch zu Mathias Niederberger durchdrang, auf ihren Torhüter verlassen.

Auf der anderen Seite sprühten die Angriffe der Düsseldorfer zwar nicht unbedingt vor Esprit, wirkten aber stets gefährlicher als die verkrampften Bemühungen der Haie. Besonders extrem fiel das bei einer Strafzeit gegen Nicholas Jensen auf, als Victor Svensson auch noch seinen Stock verlor; doch selbst gegen dreieinhalb Gegenspieler fiel den Kölnern nichts ein.

Die Bemühungen in Rot und Schwarz wurden immer verzweifelter, die DEG hielt cool dagegen. Und mitten im dicksten Getümmel erhielt der 21-jährige Youngster Nicolas Geitner weiter seine Eiszeiten – ein kluger Schachzug des Trainerteams Harold Kreis/Thomas Dolak, das so wenigstens sechs Verteidiger ins Rennen schicken konnte. Als den Haien dann doch noch der glückliche Ausgleich gelang, stand Geitner freilich nicht auf dem Eis, und es war bezeichnend, dass in Alexander Oblinger ein Stürmer der vierten Arbeits-Reihe das 1:1 machte. Doch es stand ja noch Maxi Kammerers großer Auftritt bevor: 122 Sekunden vor dem Ende schlenzte er den Puck Richtung Tor, und Kölns Keeper Gustaf Wesslau ließ ihn durchrutschen – der Sieg.

Kölner Haie – DEG 1:2

DEG: M. Niederberger (Hegmann) – Jensen, Ebner; Johannesen, Zanetti, Geitner – Flaake, Olimb, Adam; Gardiner, Barta, Kammerer; Bukarts, Svensson, Jahnke; Eder, Buzas, L. Niederberger.

Schiedsrichter: Kohlmüller/Rohatsch.

Zuschauer: 18.600 (ausverkauft).

Tore: 0:1 (13:13) Ebner (Gardiner), 1:1 (48:45) Oblinger, 1:2 (57:58) Kammerer (Barta, Gardiner).

Strafminuten: Köln 6, DEG 6.

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