DEL 19/20: Düsseldorfer EG gewinnt bei Krefeld Pinguinen mit 4:3

DEG besiegt den Auswärtsfluch : Düsseldorf gewinnt das Derby in Krefeld mit 4:3

Seit Ende Oktober hat die DEG jedes ihrer Auswärtsspiele verloren. Dass der Knoten nun im Straßenbahnderby bei den Krefeld Pinguinen geplatzt ist, ließ den Jubel umso größer ausfallen.

Auswärtssiege sind im Regelfall besonders schön. Für die Fans, deren Reisestrapazen sich in diesen Momenten auszahlen. Und für die Mannschaft, die erfolgreich gegen einen Großteil des Publikums angespielt hat. Allein: Wie sich ein solcher Auswärtssieg anfühlt, hat die DEG schon fast vergessen. Seit dem 6:0-Erfolg in Bremerhaven Ende Oktober hat das Team von Trainer Harold Kreis in der Deutschen Eishockey-Liga jede Partie auf fremdem Terrain verloren. Bis Freitagabend. Denn im Straßenbahn-Derby bei den Krefeld Pinguinen setzten sich die Landeshauptstädter verdient mit 4:3 (1:1, 3:1, 0:1) durch.

Die DEG machte vom ersten Bully an klar, dass sie ihre triste Serie durchbrechen wollte. Sehr druckvoll agierte die Kreis-Truppe im Krefelder Drittel und belohnte sich nach sechs Minuten mit der Führung: Alexander Barta hatte Jerome Flaake vor dem Tor mit einem herausragenden Pass freigespielt – und der ehemalige Münchner drückte die Scheibe ins Netz. Luke Adam hätte den Vorsprung wenig später ausbauen können, während Flaake kurz darauf seinen zweiten Treffer verpasste. Doch die Pinguine waren ebenfalls auf der Höhe und kamen kurz vor der ersten Drittelpause durch Justin Hodgman zum Ausgleich.

Dieser Nackenschlag brachte die Landeshauptstädter jedoch nicht aus dem Konzept. Zehn Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als die Partie so richtig an Fahrt aufnahm. Zunächst erzielte Leon Niederberger die erneute Führung, dann eröffnete Barta seinem Teamkameraden Reid Gardiner viel Raum und legte den dritten Treffer auf, bevor die DEG durch Bernhard Ebner einen mustergültigen Konter – dazu noch in Unterzahl, weil Charlie Jahnke die Strafbank drückte – krönte und auf 4:1 davonzog. Die Krefelder wirkten zunächst geschockt, nutzen aber ein Powerplay und verkürzten den Rückstand.

Das Schlussdrittel hatte zunächst nicht so viel Spektakel zu bieten. Die Mannschaft von Trainer Kreis verteidigte gut, gewann viele Zweikämpfe in der neutralen Zone und ließ die Angriffsbemühungen der Pinguine lange im Keim ersticken. Als sich Patrick Buzas jedoch einen kapitalen Fehlpass leistete, erzielte Krefelds Philip Riefers den Anschluss – abgefälscht von Johannes Huß, entsprechend machtlos war DEG-Goalie Mathias Niederberger. Ein Weckruf für die Gastgeber, die fortan auf den Ausgleich drängten. Die Düsseldorfer hielten dem Druck aber stand und feierten den Auswärtssieg. Weiter geht es am Sonntag (16.30 Uhr) im ISS Dome gegen den EHC München.

Statistik

DEG: M. Niederberger (Hegmann) – Urbom, Ebner; Huß, Jensen; Zanetti, Johannesen; Geitner – Adam, Olimb, Flaake; Kammerer, Barta, Gardiner; Jahnke, Svensson, Bukarts; L. Niederberger, Eder, Buzas.

Schiedsrichter: Bauer/Wilk.

Zuschauer: 7673.

Tore: 0:1 (6:12) Flaake (Barta, Kammerer), 1:1 (19:04) Hodgman (Bruggisser, Braun), 1:2 (30:22) L. Niederberger (Eder), 1:3 (32:25) Gardiner (Barta, M. Niederberger), 1:4 (33:55) Ebner (Olimb – 4:5), 2:4 (35:00) Besse (Noonan, Pietta – 5:4), 3:4 (49:25) Riefers.

Strafminuten: Krefeld 2, DEG 4.