Erstes Testspiel in Essen: DEG feiert gelungene Testspiel-Premiere

Die Eishockey-Profis setzen sich in Essen 4:0 durch. Besonders die Sturmreihe um Zugang Jerome Flaake überzeugt.

Die Schlusssirene ist schon längst verhallt, als Jerome Flaake im Bauch der Eishalle steht. Seiner Schlittschuhe hat er sich noch nicht entledigt, nur das Trikot befindet sich nach einem flotten, schweißtreibenden Testspielauftakt der Düsseldorfer EG bereits in der Kabine. „Ich fand gut“, erzählt der neue Angreifer, „dass wir von der ersten Minute an konzentriert gespielt haben.“ Die Einstellung passte definitiv, und deshalb setzte sich das Team von Trainer Harold Kreis in der ersten Vorbereitungspartie der neuen Saison bei den Moskitos Essen auch weitgehend ungefährdet mit 4:0 (2:0, 0:0, 2:0) durch.

Besonders Flaake trug zu diesem Erfolg maßgeblich bei. Denn gleich in seinem ersten Spiel für die DEG schnürte der 28-Jährige einen Doppelpack. Und auch sonst sorgte der Zugang aus München mit seiner nominell zweiten Reihe – neben Flaake hatte Coach Kreis den Rückkehrer Ken-André Olimb und John Henrion aufs Eis geschickt – für mächtig Alarm. Natürlich auch, weil Olimb eine ansprechende Leistung bot und das Auge für seine Nebenmänner mehrfach eindrucksvoll nachwies. „Es ist kein Geheimnis, dass Ken ein super Spielmacher ist. Er hat uns einige gute Pässe aufgelegt“, bekundete Flaake zufrieden.

Auch dem Trainer blieb die homogene Zusammenarbeit seiner Sturmformation nicht verborgen. „Die Jungs haben gut gespielt“, sagte Kreis, trat jedoch gleich auf die Bremse: „Alle vier Reihen haben ihren Job gemacht.“ Deshalb wird der 59-Jährige wohl erst einmal keine Umstellungen vornehmen: „Ich bin zufrieden mit der Zusammensetzung und werde sicher in naher Zukunft nichts ändern.“

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Ziemlich offen ist indes noch der Kampf ums Tor. In Essen begann Mathias Niederberger und wurde absprachegemäß nach etwa der Hälfte der Spielzeit durch Fredrik Pettersson Wentzel ersetzt. „Wir haben zwei sehr gute Torhüter. Die Rotation müssen wir noch festlegen, aber wir werden da eine gute Lösung finden“, versprach der Coach. Im Test gegen Essen blieben beide fehlerfrei, doch der ganz große Prüfstein war der Oberligist naturgemäß nicht.

Trotzdem hatte Kreis hinterher nur wenig zu bemängeln. „Es war ein interessantes, rassiges Spiel, sehr unterhaltsam“, befand er. „Für uns war das kein Ausflug, sondern eine gute Gelegenheit zur Bestandsaufnahme.“ Das sah Flaake ähnlich: „Wir haben hinten keinen reingelassen und vorn die Tore gemacht.“ Für Letzteres fühlten sich augenscheinlich besonders die neuen Gesichter berufen. Denn neben dem ehemaligen Münchener trafen auch Braden Pimm und Patrick Buzás.

Gut gelaunt waren jedoch nicht nur die Protagonisten, sondern ebenso die 600 DEG-Anhänger, die schon während des Spiels die Kraft ihrer Stimmbänder in der Halle am Essener Westbahnhof ausreizten. Und deshalb resümierte Harold Kreis am Ende des Tages völlig zurecht: „Das war ein guter Einstieg.“ In jeglicher Hinsicht.