DEG: DEG verliert beim Letzten

DEG: DEG verliert beim Letzten

Die Kassel Huskies bleiben der Angstgegner der Metro Stars. Das Schlusslicht der Deutschen Eishockey Liga bezwang die Truppe von Trainer Harold Kreis mit 3:2 und verpasste deren Ambitionen einen Dämpfer.

Im Kampf um den zweiten Platz in der Deutschen Eishockey Liga musste die DEG gestern Abend einen herben Rückschlag hinnehmen. Während Kontrahent Wolfsburg in Krefeld mit 5:4 gewann, kassierte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis beim Tabellenletzten Kassel Huskies eine völlig unnötige 2:3 (0:1, 2:2, 0:0)-Niederlage und rutschte damit in der Tabelle hinter die Wolfsburger auf den dritten Rang zurück.Dabei hatte die DEG vor 2989 Zuschauern über weite Strecken der Partie vieles richtig gemacht. Sie dominierte die Partie, spielte sich viele gute Chancen heraus ­ es wurde schnell deutlich, dass nicht nur auf dem Papier der Tabellenletzte gegen den Zweiten antrat. Nur in der Statistik sah es nicht so eindeutig aus. Ganz im Gegenteil. Mit dem erstbesten Angriff in der Anfangsminute schob Derek Damon freistehend vor Jean-Sébastien Aubin dem Kanadier den Puck zum 1:0 durch die Beine.Die DEG wirkte kaum geschockt, setzte sich vorn fest. Kassel kam nur selten gefährlich aus der eigenen Verteidigungszone heraus. Auf der anderen Seite vergab die DEG jedoch Chance um Chance. Allein die Anzahl der großen Möglichkeiten, die Evan Kaufmann vergab, hätten im Normalfall für den Sieg in einer ganzen Play-off-Serie gereicht. Er scheiterte, wie seine Kollegen, am Gebälk, am starken Torhüter Adam Hauser -­ oder einfach aufgrund mangelnder Präzision.Es war dennoch nur eine Frage der Zeit bis zum ersten DEG-Treffer. Der fiel dann auch. Und das gleich im Doppelpack: Daniel Kreutzer stocherte in der 27. Minute den Puck ins Tor -­ der Treffer roch stark nach Eigentor durch Kassels Verteidiger Jean-Philippe Coté. Als Mark Murphy dann 112 Sekunden später aus spitzem Winkel zur Führung abstaubte, schien das Kreis-Team endgültig auf der Siegerstraße. Bis Hugo Boisvert noch in derselben Minute seinen Schläger in einen Schuss von Pierre-Luc Sleigher hielt ­- und Aubin seinen zweiten Beinschuss verpasste.Endgültig auf den Kopf gestellt wurde die Partie kurz vor der zweiten Pause. Die DEG-Abwehr bekam in Unterzahl den Puck nicht vom Tor weg, Damon erzielte im dritten Nachschuss seinen zweiten Treffer. Die DEG kam nun nur schwer zurück auf die Beine, entfachte im Schlussdrittel zu wenig Druck, warf auch zu wenig Kampfbereitschaft und Willen in die Waagschale. Erst kurz vor Schluss wurde es in Überzahl noch einmal gefährlich. Für einen erneuten Ausgleich war das jedoch einfach nicht genug. Bereits am Mittwoch müssen die Düsseldorfer schon wieder ran: Um 19.30 Uhr sind im ISS Dome die Hannover Scorpions zu Gast.

(RP)