DEG Metro Stars: DEG unter Adlern

DEG Metro Stars: DEG unter Adlern

Die Düsseldorfer Eishockey-Profis treten heute (19.30 Uhr) in Mannheim an. Trainer Kreis wird heftig von seinem Ex-Klub umworben, der Übungsleiter will sich auf das Sportliche konzentrieren. Courchaine fällt aus.

Viermal mit dem Meister gemessen, dreimal als Sieger das Eis verlassen — die aktuelle Saison-Bilanz der DEG Metro Stars gegen die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) liest sich nach dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen nicht schlecht. Ob das beim Titelträger aber Eindruck mit Blick auf die Play-offs hinterlassen hat, wollte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer so nicht unbedingt sagen: "Wir müssen erst einmal so weit kommen, dass wir in den Play-offs auf Berlin treffen. Dazu sollten wir Zweiter werden, damit wir erst im Finale gegen Berlin kommen."

Diesen zweiten Platz hält momentan Wolfsburg, durch den Sieg gegen die Eisbären hat die DEG aber den Rückstand auf zwei Zähler verkürzt. Darum fand auch Trainer Harold Kreis nach dem Erfolg über Berlin: "Das sind zwei Punkte, die uns im Play-off-Kampf gut tun." Kreutzer beteuert: "Wir wollen den zweiten Platz zurückholen." Solche Ansagen mag der Trainer indes weniger: "Die Tabelle hängt bei uns in der Kabine, aber wir können eh nicht beeinflussen, was die anderen machen. Wir hatten schon einmal damit geliebäugelt, Berlin einzuholen, und dann wurden wir von den anderen überholt. Wir sind nicht Berlin. Wir sind eine gute Mannschaft, die aber noch zu unkonstant ist. Darum müssen wir von Spiel zu Spiel schauen." Und da warten heute Abend (19.30 Uhr, SAP-Arena) die wiedererstarkten Mannheimer Adler, die zuletzt sieben Partien in Folge gewonnen haben. "Die haben natürlich richtig Aufwind bekommen", sagt Kreutzer über den Gegner, der nach katastrophalem Saisonstart im Januar Trainer Doug Mason entließ. Daraufhin hatte Manager Marcus Kuhl ausgerechnet den DEG-Trainer mit Blick auf dessen Mannheimer Vergangenheit (siehe Info-Kasten) als Nachfolger zur kommenden Saison ins Gespräch gebracht. "Die logischte Lösung wäre Harold Kreis", sagte Kuhl damals. "Das ist doch schon Wochen her", wiegelte Kreis gestern ab, und verwies darauf, dass er weiter mit DEG-Manager Lance Nethery im regen Austausch stehe, auch wenn er noch keinen neuen Kontrakt in Düsseldorf unterschrieben habe.

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Überhaupt gelte die Konzentration nicht den Vertragsgesprächen, sondern zu punkten, "und das wollen wir in Mannheim fortsetzen", sagt Kreis. Der Doppeltorschütze gegen Berlin, Rob Collins, meint zum heutigen Gegner: "Sie haben ein gutes Team, mit viel individueller Qualität. Wir müssen aufpassen und hellwach sein." Auch sein Center-Kollege Brandon Reid, der den entscheidenden Penalty gegen die Eisbären versenkte, hat Respekt vor den Adlern: "Wir müssen bereit sein, den Kampf anzunehmen. Jetzt ist die Phase, in der jeder in Play-off-Form kommen will. Jeder will ins Rollen kommen." Verzichten muss Reid in der SAP-Arena auf seinen Nebenmann, Adam Courchaine, der sich bei einem Bandencheck gegen Berlin einen Haarriss an einer der unteren Rippen zuzog und bis zu 14 Tage pausieren muss.

(RP)