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Düsseldorfer EG: DEG tankt Selbstbewusstsein für Winter Game

Düsseldorfer EG : DEG tankt Selbstbewusstsein für Winter Game

Die Düsseldorfer EG ist für das große Eishockey-Fest am Samstag gerüstet. Nach hartem Kampf besiegte sie die Eisbären Berlin mit 4:3 (0:0, 2:1, 1:2) nach Penaltyschießen und stärkte somit ihr Selbstvertrauen vor dem 206. rheinischen Derby gegen die Kölner Haie. Die DEG-Fans stimmt sich freudig auf das Ereignis ein, und Trainer Christof Kreutzer atmete ob der zwei gewonnenen wichtigen Punkte erst einmal ganz tief durch.

Eigentlich wollte Uwe Krupp erst am Samstag nach Düsseldorf kommen — als Trainer der Kölner Haie zum Winter Game. Aber weil die im vergangenen Jahr schwächelnden Domstädter ihren Coach zum Sündenbock gemacht und entlassen hatten, steht der ehemalige Bundestrainer nicht in der Esprit-Arena beim 206. rheinischen Derby hinter der Bande. Stattdessen kam er am Dienstagabend als neuer Trainer mit den Eisbären Berlin in den ISS-Dome. Sowohl in Köln, als auch in Berlin, wo Jeff Tomlinson gehen musste, hat der Trainerwechsel zumindest kurzfristig gefruchtet — beide Klubs sind momentan auf Play-off-Kurs und somit direkte Konkurrenten der DEG um einen der begehrten Plätze.

Beskorowany bewahrt DEG vor Rückstand

Entsprechend sollte die Begegnung ein Duell auf Augenhöhe sein, doch im Anfangsdrittel hatten die Berliner deutliche Vorteile bei einem Schussverhältnis von 16:4. DEG-Torhüter Tyler Beskorowany konnte sich über Arbeit also wahrlich nicht beschweren, war aber auf dem Posten und bewahrte seine Mannschaft vor einem durchaus möglichen Rückstand. Zudem vergaben die Gäste in Überzahl als Daniel Fischbuch auf der Strafbank saß mehrere gute Chancen. Auf der anderen Seite hatte Ken Olimb nach fünf Minuten Pech bei einem Pfostenschuss. So ging es in dem offenen, unterhaltsamen Spiel torlos in die Pause.

Der Mittelabschnitt begann denkbar schlecht für die Gastgeber. Ken Olimb und Niki Mondt hockten fast 1:46 Sekunden gemeinsam in der Kühlbox. Die verhängten Strafen hatten nicht nur "Schieber"-Rufe zur Folge, sondern auch die Berliner Führung durch Florian Busch. Als wenig später DEG-Kapitän Daniel Kreutzer niedergestreckt wurde, reagierten die Schiedsrichter zunächst nicht. Nach wütenden Protesten, der Behandlung von Kreutzer und intensiver Beratung schickten sie Eisbär Frank Hördler vorzeitig unter die Dusche. Während der fünfminütigen Überzahl drehten die Gastgeber das Spiel. Verteidiger Stephan Daschner, der nach dreiwöchiger Verletzungspause wegen einer Adduktorenzerrung sein Comeback feierte, erzielte den Ausgleich. Und Zugang Kristopher Sparre erzielte in seinem zweiten Heimspiel sein zweites Tor.

Zwei Drittel lang gab es nur Tore in Überzahl, doch dann fielen binnen 45 Sekunden zwei Treffer im Spiel Fünf gegen Fünf. Hatte die DEG gehofft, dass 3:1 durch Alexander Preibisch sei der vorentscheidende Schritt zum Sieg, so sah sie sich getäuscht, denn Noebels verkürzte umgehend. Als Rob Collins dann auf der Strafbank saß, erzielten die Gäste ihr zweites Überzahltor zum 3:3. So stand es auch nach 60 Minuten.

Beide Mannschaften hatten sich den einen Punkt nach der regulären Spielzeit redlich verdient, denn sie hatten viel investiert und den Zuschauern ein abwechslungsreiches Match mit vielen Torszenen geboten. Da auch in der fünfminütigen Verlängerung im Spiel Vier gegen Vier nicht der entscheidende Treffer fiel, kam es zum Penaltyschießen. Alexej Dmitriev traf zweimal, den entscheidenden verwandelte Rob Collins.

(RP)