DEG patzt gegen Schlusslicht Schwenningen

Erneute Niederlage nach Verlängerung: DEG patzt gegen Schlusslicht

Die Düsseldorfer EG hat eine überraschende Niederlage gegen die Schwenninger Wild Wings hinnehmen müssen. Gegen den Tabellenletzten verlor das Team von Harold Kreis mit 3:4 nach Verlängerung.

Die Düsseldorfer EG konnte ihrem Headcoach Harold Kreis kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk bescheren: Einen Tag nach dem 60. Geburtstag ihres Trainers verloren die Rot-Gelben ihr Heimspiel in der Deutschen Eishockey-Liga gegen das Tabellen-Schlusslicht Schwenninger Wild Wings mit 3:4 (0:1, 2:2, 1:0, 0:1) nach Verlängerung. „Über die 60 Minuten waren wir defensiv nicht konsequent genug“, ärgerte sich Kreis nach der Partie.

Das Spiel begann dabei denkbar ungünstig für die Gastgeber, die nach zuletzt drei Heimniederlagen in den ungewohnten türkisfarbenen Ausweichtrikots aufliefen: Ein Düsseldorfer Befreiungsschlag im eigenen Drittel landete bei Dominik Bittner an der blauen Linie, dessen Vorlage Marcel Kurth zum 0:1 verwertete (2.). Es war der erste Gegentreffer für die DEG gegen Schwenningen in dieser Saison, nachdem die bisherigen Duelle mit 3:0, 4:0 und 1:0 gewonnen wurden.

Die kalte Dusche schien zu wirken, in der Folgezeit war Schwennigen deutlich aktiver und dem 0:2 näher als die DEG dem Ausgleich. Erst in den Schlussminuten des ersten Drittels übernahmen die Gastgeber die Spielkontrolle und drückten auf das 1:1, scheiterten dabei aber am gut aufgelegten Gästetorwart Dustin Strahlmeier.

Nach der ersten Pause erwischte die DEG einen Traumstart: Jaedon Descheneau erzielte das 1:1 nach 21 Sekunden im zweiten Abschnitt. Doch weitere 20 Sekunden später schlug der Puck wieder im Düsseldorfer Netz ein, Rihards Bukarts brachte die Gäste erneut in Führung. Ken Olimb vergab für Düsseldorf eine gute Chance zum abermaligen Ausgleich (26.). In Überzahl gelang Philip Gogulla schließlich das umjubelte 2:2 (27.). Die DEG wechselte im Anschluss ihren Torhüter aus, Fredrik Pettersson Wentzel kam für Mathias Niederberger. Calle Ridderwall hatte das 3:2 auf dem Schläger (28.), konnte den Puck jedoch ebenso wenig im Schwenninger Gehäuse unterbringen wie Kevin Marshall wenig später (30.).

Die Rot-Gelben kontrollierten fortan das Spielgeschehen, doch den Gästen gelang zum dritten Mal an diesem Nachmittag der Führungstreffer: Mirko Höfflin verwertete den Abpraller vom Düsseldorfer Schlussmann Pettersson Wentzel nach einem Schuss von Kyle Sonnenburg zum 2:3 (37.). Und so gingen die Hausherren mit einem – mittlerweile unverdienten – Rückstand in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt drückte die DEG auf den Ausgleich. Ein abgefälschter Schuss von John Henrion in Überzahl strich knapp am Tor vorbei (47.). Descheneau konnte ein Zuspiel von Alexander Barta ebenfalls nicht zum 3:3 nutzen (49.). Ken Olimb glückte schließlich der hochverdiente Treffer zum 3:3 (56.). Trotz des nun lautstarken Supports der Zuschauer in der Schlussphase wollte das 4:3 in der regulären Spielzeit nicht mehr glücken. Die Entscheidung musste in der Overtime fallen – und hier gelang den Gästen das 3:4 durch Höfflins zweiten Treffer (63.).

Letztlich blieb der Trikotwechsel wirkungslos: Die DEG wartet weiter auf den ersten Heimerfolg seit dem 3:2 gegen Iserlohn am zweiten Weihnachtsfeiertag. Die nächste Chance haben die Rot-Gelben bereits am Mittwochabend (19:30 Uhr) im Dome gegen die Nürnberg Ice Tigers.

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