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DEG-Kapitän Barta hat den Traum vom Titel noch nicht aufgegeben

Deutsche Eishockey Liga : DEG-Kapitän Barta hat den Traum vom Titel noch nicht aufgegeben

In den Play-offs wäre der gebürtige Berliner auf die Eisbären aus seiner Heimatstadt getroffen, doch Corona machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Derzeit hält sich der Routinier individuell fit.

Er war mit 25 Assists in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga einer der Top-Akteure bei der DEG: Alexander Barta führte seine Mannschaft als Kapitän auf den fünften Platz der Abschlusstabelle und damit in die Play-offs, die für den Stürmer etwas ganz Besonderes hätten werden können: In der Viertelfinal-Serie wären die Rot-Gelben auf die Eisbären aus Bartas Geburtsstadt Berlin getroffen. Doch dann kam die Pandemie dazwischen, die Play-offs wurden abgesagt.

„Der Schock saß tief, aber man konnte es erahnen“, denkt Barta zurück. „Wir hatten uns riesig auf die Serie gefreut.“ Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht nach einem Sprung in die Play-offs aus, schon gar nicht auf dem direkten Weg. „Wir hatten einige Schwankungen“, erinnert sich Barta, „aber wir wussten um unsere Qualität.“ Als Kapitän sei ihm dabei jedoch in der erfolglosen Phase keine besondere Rolle zugefallen: „Ich bin kein Alleinunterhalter. Es war uns allen klar, dass wir erfolgreich sein würden, wenn jeder einhundert Prozent gibt.“

Mit seiner persönlichen Saison-Bilanz ist Barta im Reinen: „Besser geht es immer, aber ich bin zufrieden.“ Dabei glänzte der Kapitän in dieser Spielzeit eher durch die Vorlagen denn als Vollstrecker, neun Treffer standen am Ende für Barta in den Büchern. „Er ist sehr ehrgeizig, zielstrebig und pflichtbewusst“, lobt ihn DEG-Coach Harold Kreis. „Alex hat eine unglaublich gute körperliche und mentale Verfassung, wenig Leistungsschwankungen und übernimmt viel Verantwortung in der Mannschaft.“

Aktuell hält sich der Routinier, der seit 2016 für die DEG aufläuft, individuell fit. An ein Mannschaftstraining ist vorerst nicht zu denken – auch, weil sich das Team bis Ende Juli in Kurzarbeit befindet. Darauf hätten sich die Spieler mit dem Verein geeinigt: „Das ist ein großer Schritt, um dem Verein sofort zu helfen und die Kosten so gering wie möglich zu halten.“ Von einem pauschalen Gehaltsverzicht, den die DEL von den Vereinen fordert und an die Lizenzierung für die kommende Saison knüpft, hält Barta wenig, kritisiert auch die Bekanntmachung durch den Liga-Verband: „Das wurde nicht gut kommuniziert und ist nicht nur in Düsseldorf, sondern in ganz Deutschland bei den Spielern nicht gut angekommen.“ Die pauschale Regelung hält Barta für schlecht, „denn die Vereine haben unterschiedliche Voraussetzungen, deswegen sollte man nicht alle in einen Topf werfen“. Auch sei es schwierig, so etwas mit der Lizenz-Vergabe zu verknüpfen, „weil doch aktuell niemand weiß, ob, wann und wie es weitergeht“. Er selbst vermute, dass es „noch eine Weile dauern wird, bis es weitergeht“. Sogenannte Geisterspiele in Hallen ohne Zuschauer seien „zumindest über einen längeren Zeitraum wohl schwierig“. Barta gibt sich jedoch optimistisch: „Wir werden diese schwierige Zeit überstehen, auch wenn es vielleicht noch etwas dauert.“

Wie lange er noch auf dem Eis stehe, wisse er nicht. „Das wird mir mein Körper sagen.“ Er denke er von Jahr zu Jahr. Sein aktueller Vertrag gilt bis 2021. Einen Traum hat er aber noch: „Ich würde gerne noch mal den Pokal hochhalten.“