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DEG Metro Stars: DEG fühlt sich verpfiffen

DEG Metro Stars : DEG fühlt sich verpfiffen

Im dritten Viertelfinale stand es in Ingolstadt nach Torwartfehler des Ersatzes Aubin unentschieden, als Schiedsrichter Oswald fälschlicherweise Holland vom Eis schickte, was der ERCI für das entscheidende 3:2 nutzte.

Es war ein unwürdiges Ende eines engagiert geführten Viertelfinalspiels in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Eigentlich hatten sich die Schiedsrichter Christian Oswald und Daniel Piechaczek in der letzten Spielphase auf eine kulante Linie bei der Strafenauslegung geeinigt. Doch dann schickte das Duo DEG-Verteidiger Jason Holland beim Spielstand von 2:2 wegen angeblichen Hakens an Luciano Aquino nach 68 Minuten auf die Sünderbank.

Was die Gemüter bei der DEG zum Kochen brachte, war vor allem, dass Oswald, jenseits der Mittellinie stehend, die Strafe anzeigte. Drei Meter neben Holland stand Piechaczek und bedeutete weiterspielen. "So etwas habe ich in meinen 16 Profijahren noch nicht erlebt. Es ist unglaublich und traurig. Piechaczek hat genau gesehen, dass es eine Schwalbe war", sagte Holland wütend. Thomas Greilinger, der auch schon im ersten Drittel die Führung für Ingolstadt besorgte, nutzte die Überzahlsituation und entschied das Spiel zugunsten der Oberbayern, die in der Best-of-seven-Serie nun mit 2:1 führen. "Es ist eine Schande. Ich hoffe, die Liga schaut sich das Video an und unternimmt etwas dagegen", erklärte ein völlig aufgebrachter Andy Hedlund.

DEG nutzt Chancen nicht

Neben der Fehlentscheidung Oswalds hatte die DEG aber auch selbst ihren Anteil an der Niederlage. Die frühe Ingolstädter Führung hatten Evan Kaufmann und Kapitän Daniel Kreutzer nach einem Doppelpass mit Andy Hedlund im ersten Drittel in eine 2:1-Führung verwandelt. Im zweiten Drittel zeigte sich der ERCI dann stark verunsichert, wirkte offensiv gelähmt. Doch die DEG schaffte es nicht, in dieser Phase Tore nachzulegen und damit den Schanzern endgültig den Zahn zu ziehen. Gute Chancen von Connor James, Tyler Beechey oder Holland blieben ungenutzt. Ein verdeckter Schuss von Joe Motzko sorgte dann für den Ausgleich. Jean-Sébastien Aubin, der für den am Rücken verletzten Bobby Goepfert das Tor hütete und solide hielt, sah in dieser Szene nicht gut aus. "Es kann sein, das der Puck von René Kramer noch leicht abgefälscht war", nahm Trainer Jeff Tomlinson seinen Goalie in Schutz.

Danach waren beide Teams auf gute Defensivarbeit bedacht, die Verlängerung war die logische Folge. Dort entschied Oswald mit seiner Fehlentscheidung das Spiel. "Die Spieler in der Kabine waren richtig sauer. Wir haben aber genug Selbstvertrauen, um Ingolstadt in sieben Spielen zu schlagen", erklärt Tomlinson zuversichtlich. Am Mittwoch (19.30 Uhr, Dome) besteht im Heimspiel, in dem Goepfert wieder im Tor stehen soll, die Chance, die Serie wieder auszugleichen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: DEL-Play-offs 11/12, 2. Viertelfinale: DEG - Ingolstadt 5:1

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