Düsseldorfer EG: DEG ehrt Urgestein Walter Köberle

Düsseldorfer EG: DEG ehrt Urgestein Walter Köberle

Die Nummer 13 des ehemaligen Akteurs und heutigen sportlichen Leiters wird künftig nicht mehr vergeben.

Nur wenige Persönlichkeiten sind mit der Düsseldorfer EG so eng verstrickt wie Walter Köberle. Der sportliche Leiter des Eishockeyvereins wird dafür nun am Sonntag als Dank für seinen Einsatz und seine vielen Taten für den Traditionsklub, den er selbst stets als größte Herzensangelegenheit bezeichnet, geehrt.

Kurz vor der Meisterschaftsbegegnung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen den ERC Ingolstadt (16.30 Uhr, Rather Dome) wird an Köberles 64. Geburtstag ein Banner mit seiner Trikotnummer "13", die fortan nicht mehr vergeben wird, unter das Hallendach gezogen. Neben den acht Meisterfahnen und einem zur Erinnerung an die Zeiten an der Brehmstraße befinden sich dort auch schon die "10" von Chris Valentine und die "12" von Peter-John Lee. Letzterer freut sich für seinen alten Weggefährten: "Walter hat die DEG durch gute und schlechte Zeiten begleitet. Er war immer dabei und das mit großem Herz. Er hat eine solche Ehrung mehr als verdient!" Der noch 63-Jährige stellte sich in mittlerweile über 40 Jahren immer wieder in den Dienst seiner DEG.

Im Jahr 1971 wechselte der gebürtige Kaufbeurer im Alter von 22 Jahren an den Rhein und blieb. Schon in seiner ersten Saison in Düsseldorf wurde er Deutscher Meister, genau wie 1975. Ein Jahr später gewann er in Innsbruck die Bronzemedaille mit der deutschen Nationalmannschaft bei den olympischen Spielen. In insgesamt 16 Spielzeiten gelangen dem Stürmer 327 Tore und 207 Vorlagen in 604 Bundesligaspielen. Den einzigen schwachen Moment seiner Karriere, als er - aus Düsseldorfer Sicht ausgerechnet - zu den Kölner Haien wechselte wird bei den Rot-Gelben gerne übersehen. Zumal der verlorene Sohn bereits ein Jahr später zurückkehrte, um 1981 seine aktive Karriere bei der DEG zu beenden.

Seitdem durchlief Köberle nahezu alle Positionen im Verein. Zunächst als Trainer im Nachwuchsbereich, später als Co-Trainer und für einige Begegnungen als Cheftrainer. Seit 2005 war der Autor des Buches "Eishockey - vom Junior zum Champion" dann als Teamleiter für die organisatorischen Belange rund um die Mannschaft verantwortlich, ehe er 2012 Lance Nethery als sportlicher Leiter beerbte. Vor der aktuellen Saison war es dann auch Köberle, der mit unermüdlichem Einsatz maßgeblich dazu beitrug, die finanziell schwer angeschlagene DEG in der höchsten deutschen Spielklasse zu halten. Zusammen mit Trainer Christian Brittig stellte er eine junge, konkurrenzfähige Truppe zusammen. Zudem stärkte er wieder die Verknüpfung zwischen den Profis und dem Nachwuchsbereich.

Grund genug also, dass der Publikumsliebling nun die Anerkennung in Form einer Ehrung erhält. Unter den Augen von zahlreichen Weggefährten kommt es am Sonntag zur Ehrung. Die Nummer 13 begleitet Köberle schon lange, ist seine Glückszahl. Die Freude ist groß: "Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber da passt ja alles. Meine Nummer am 13. Januar im Jahr 2013. Ich freue mich riesig."

Auf die Frage, ob er nicht lieber drei garantierte Punkte gegen Ingolstadt zu seinem Ehrentag hätte, reagiert er gewohnt schlagfertig: "Da gibt es nix zu tauschen. Wir hängen das Banner auf, gewinnen dann gegen die Panther und fertig."

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