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Coronavirus: Düsseldorfer EG denkt nach Saisonabbruch über Etatkürzung und Prämienstreichungen nach

Finanzprobleme nach Play-off-Absage : DEG denkt über Etatkürzung und Prämienstreichungen nach

Die Eishockey-Saison der DEL ist wegen des Coronavirus abgebrochen worden. Die Absage der Play-offs hat gravierende Folgen für die Klubs. Bei der Düsseldorfer EG denkt man nun über Etatkürzung nach und stellt vereinbarte Spielerprämien infrage.

Die Düsseldorfer EG denkt angesichts der Corona-Krise über eine Etatkürzung zur neuen Eishockey-Saison nach und stellt vereinbarte Spielerprämien infrage. „Wir hatten solche natürlich für das Erreichen der Play-offs ausgelobt, aber jetzt ist die Frage: Können wir sie überhaupt bezahlen? Denn selbstverständlich waren diese Prämien mit den zu erwartenden Erlösen verknüpft“, sagte DEG-Geschäftsführer Stefan Adam, der in dieser Frage auch von der Solidarität der potentiellen Empfänger – wie Spielern und Trainern – ausgeht und glaubt, sie in ersten kurzen Gesprächen auch festgestellt zu haben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte die Deutsche Eishockey Liga die Saison vor dem Beginn der Playoffs vorzeitig abgebrochen. Ein Meister wird im deutschen Eishockey erstmals seit Einführung einer eingleisigen Ersten Liga 1958 in diesem Jahr nicht ausgespielt. Der finanzielle Schaden für den achtmaligen deutschen Meister dürfte sich auf rund 750.000 Euro belaufen.

Der Abbruch der Saison war für Adam dennoch unausweichlich. „Als wir am Dienstag eine Telefonkonferenz mit allen DEL-Vertretern abgehalten haben, war sofort klar, dass die Entscheidung alternativlos ist“, erklärte Adam. „Die Atmosphäre war kollegial, aber auch bedrückt. Uns allen war klar, was das emotional bedeutet.“

Die DEG rangiert in der Etat-Tabelle der DEL im oberen Mittelfeld. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte nach dem Saisonabbruch mitgeteilt, staatliche Hilfsmittel beantragen zu wollen.

Etwas Geld in die leere Kasse könnte durch den Verkauf von sogenannten „Solidaritätstickets“ und Merchandising fließen. „Der Betrag, den wir insgesamt durch die Verkäufe erzielen werden, deckt bei weitem leider nicht unseren wirtschaftlichen Ausfall, aber natürlich hilft uns jeder einzelne Beitrag“, sagte Adam. „Für alle, die Rot-Gelb im Herzen tragen, ist dieses symbolische Solidaritätsticket gedacht.“ Das Solidaritätsticket (19,35 Euro, exklusive Versand) und die Play-off-Artikel (Shirt, Schal, Tasse und Puck) sind im Online-Fanshop oder im Fanshop an der Brehmstraße erhältlich.

(dpa/old)