Düsseldorfer EG 2:5! DEG verliert Derby gegen Krefeld Pinguine

Düsseldorf · Das Düsseldorfer Eishockey lebt! Drei Tage nachdem der Verein bekanntgegeben hatte, wie der Traditionsverein sich für die Zukunft aufstellen wird, herrschte beste Stimmung im Rather ISS-Dome. Die Düsseldorfer EG unterlag den Krefeld Pinguinen dennoch 2:5.

7649 Besucher sorgten für den Saisonrekord und eine fette Einnahme. Daran hatten natürlich auch die 2000 Krefelder ihren Anteil, von denen sich einige auf dem Weg nach Düsseldorf gehörig daneben benommen hatten. Sie waren mit dem Zug angereist und hatten nach ihrer Ankunft im Düsseldorfer Hauptbahnhof einige Bengalos gezündet. Aufgrund der Gefahr und der Rauchentwicklung rückte sofort die Polizei an, die die Situation aber schnell im Griff hatte.

Die Düsseldorfer EG war natürlich als krasser Außenseiter in die Partie gegangen. Nicht einmal wegen der preiswerten, jungen Mannschaft, sondern vor allem, weil gleich drei Leistungsträger verletzt ausfielen. Das Fehlen des Kanadiers Ashton Rome (Schulteroperation), des Amerikaners Justin Bostrom (zwei Bänder in der Schulter gerissen) und des norwegischen Torjägers Ken-Andre Olimb (Trümmerbruch im Daumen), der Düsseldorfs Top-Scorer ist, können die Rot-Gelben nicht kompensieren, aber derartige Ausfälle würden auch andere Mannschaften vor große Probleme stellen.

So blieb Trainer Christian Brittig nichts anderes übrig, als die Reihen neu zusammenzustellen. So gab der gerade 19 Jahre alt gewordene Jari Neugebauer sein Debüt im ersten Sturm. Und die DEG machte das, wie bereits in den Spielen zuvor, sehr gut. Sie präsentierte sich laufstark und einsatzfreudig, stand natürlich unter Druck, aber eben auch kompakt und ließ nicht all zu viel zu. So benötigten die überlegenen Gäste schon ein Überzahlspiel, um in Führung zu gehen. Nachdem die DEG das erste, als Bernhard Ebner auf der Strafbank saß, noch schadlos überstanden hatte, klingelte es beim zweiten, als Andreas Martinsen in der Kühlbox hockte. So ging es mit einem 0:1-Rückstand in die erste Pause. Kurios war, dass die Rot-Gelben in der Schussstatistik (6:4) sogar führten, was nicht all zu oft vorkommt.

Die Entscheidung fiel im Mittelabschnitt, als die DEG drei Überzahlspiele nicht nutzen konnte. Da fehlte es einfach an Cleverness und Kaltschnäutzigkeit im Abschluss — Qualitäten, die prompt auf der anderen Seite zu sehen waren. Die Schwarz-Gelben zogen mit 0:3 davon.

Es war der Einstellung der DEG zu verdanken, dass das Spiel vor der großen Kulisse dennoch nicht gelaufen und langweilig war. Verteidiger Drew Paris in Überzahl und Alexander Preibisch mit einer feinen Einzelleistung verkürzten auf 1:3 bzw. 2:4, so dass die Gastgeber weiter hoffen durften. Daniel Fischbuch hatte sogar fünf Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer auf dem Schläger. So gewannen die Gäste das Spiel und auch den akkustischen Vergleich. Auch hier ist noch Luft nach oben.

Die DEG hat dieses Derby verloren, aber vieles deutet darauf hin, dass sich das in der kommenden Saison ändern könnte — mit etwas weniger Verletzungspech und finanziell besser ausgestattet.

(spol)