Eishockey-Länderspiel: DEB-Auswahl überrascht gegen Russland

Eishockey-Länderspiel: DEB-Auswahl überrascht gegen Russland

Erfolgreicher Start in das Projekt "Team Sotschi": Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft feierte am Dienstagabend in der Eissporthalle Essen im ersten von zwei Länderspielen gegen Russland einen 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen und läutete mit diesem Aufeinandertreffen eine zweijährige Testphase im Hinblick auf die Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi ein.

Den erst fünften Sieg im 96. Vergleich gegen Russland machte Debütant Garret Festerling mit zwei verwandelten Penaltys perfekt.

Der neue Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker will im Team Sotschi junge deutsche Spieler aus der zweiten Reihe auf internationalem Niveau testen, um die Lücke zu schließen, die nach Abschluss der Juniorenzeit entsteht. Insgesamt zehn Debütanten standen am Dienstag im Kader, der sich aus Spielern aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) der Jahrgänge 1986 bis 1991 zusammensetzt. Das zweite Aufeinandertreffen mit der Mannschaft des Olympia-Gastgebers findet am Mittwoch in Duisburg (19.10 Uhr) statt.

Hager antwortet auf Russlands Führung

Vor 2500 Zuschauern geriet das DEB- Team nach nicht einmal vier Minuten in Rückstand, als Igor Musatow bei einem Break mit dem ersten Torschuss der Russen erfolgreich war. Doch die Antwort von Patrick Hager kam fast postwendend, der Stürmer von den Krefeld Pinguinen traf mit einem Rückhandschuss in den Winkel. Igor Kugryschew brachte die Russen im Powerplay (12.) erneut in Führung.
Zu Beginn des Mittelabschnitts nutzte dann Jerome Flaake von den Hamburg Freezers das erste Überzahlspiel Deutschlands. Matthias Plachta (47.) brachte Deutschland im Powerplay in Führung, die Andrej Kutelkin ebenfalls in Überzahl 59 Sekunden vor dem Ende ausgleichen konnte.

Die Gastgeber taten sich nach einer guten Anfangsphase schwer gegen die russische Auswahl, die sich ebenfalls aus Nachwuchskräften zusammensetzte. Vor allem in läuferischer Hinsicht waren die Gäste zuweilen deutlich überlegen. So musste Goalie Patrick Ehelechner von den Nürnberg Ice Tigers einige Male sein ganzes Können aufbieten, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Das Glück stand dem 27-Jährigen allerdings auch zur Seite, als die Russen zweimal am Pfosten scheiterten. Im zweiten Abschnitt steigerte sich das deutsche Team allerdings, vor allem was den läuferischen Einsatz angeht.

Einen guten Eindruck neben Ehelechner, der im Shootout überragte, hinterließ vor allen Dingen der hünenhafte Verteidiger Constantin Braun vom deutschen Meister Eisbären Berlin. Der 23-Jährige zeigte große Präsenz und schaltete sich zuweilen gut in den Angriff ein. Das Powerplay der deutschen Mannschaft war sehr effektiv.

Statistik

Deutschland - Russland 4:3 (1:2, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.P.. - Tore: 0:1 Musatow (3:54), 1:1 Hager (5:31), 1:2 Kugryschew (11:33), 2:2 Flaake (21:13), 3:2 Plachta (46:52), 3:3 Kuteikin (59:01), 4:3 Festerling (Penalty). - Schiedsrichter: Schütz (Moers). Zuschauer: 2920. - Strafminuten: Deutschland 12 - Russland 6

(dapd)
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