Tischtennis-WM: Schwedens Herren stürzen Chinesen vom Thron: Deutsche Teams auf Platz fünf

Tischtennis-WM: Schwedens Herren stürzen Chinesen vom Thron: Deutsche Teams auf Platz fünf

Kuala Lumpur (dpa). Schwedens Tischtennis-Routiniers haben die scheinbar übermächtigen Chinesen vom Thron gestoßen. Zum Abschluss der Mannschafts-Weltmeisterschaften in Kuala Lumpur gewannen die Europäer das Endspiel gegen den Titelverteidiger und zwölfmaligen Weltmeister China 3:2. Die Wachablösung bedeutete zugleich den fünften WM-Titel für das Tre-Kronor-Team, das sich am Samstag vor mehr als 6000 Zuschauern im Putra Indoor Stadion in einem dramatischen und hochklassigen Endspiel auf die Minute topfit präsentierten.

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p class="text">Im siebten WM-Finale der beiden Erzrivalen war es der dritte schwedische Triumph. Zuletzt standen die Schweden, die im Viertelfinale Deutschland 3:0 besiegt hatten, vor sieben Jahren im eigenen Land ganz oben auf dem Podest. 1997 in Manchester und 1995 hatte China dominiert. Die beiden Bronzemedaillen in Malaysia gingen an Japan und Italien.

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p class="text"> Die Freude im Drei-Kronen-Team kannte keine Grenzen. Ausgelassen wie kleine Kinder tanzten und hüpften die "Oldies" Jan-Ove Waldner (34), Jörgen Persson (33) und Peter Karlsson (30) um die Wette, nachdem Persson im fünften und letzten Einzel den Siegpunkt gegen Einzel-Weltmeister und Olympiasieger Liu Guoliang geholt hatte. Der Erfolg der Skandinavier hing nach einer klaren 2:0-Führung am seidenen Faden. Doch Persson, der als überragender Akteur im Finale bereits sein erstes Einzel 2:0 gegen Kong Linghui gewonnen hatte, behielt die Nerven und siegte 18:21, 21:17, 21:18.

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p class="text"> Den dritten Punkt steuerte der zweimalige Weltmeister Jan-Ove Waldner im Auftakteinzel gegen Liu Guoliang bei. Trotz seiner Niederlage gegen Kong Linghui wurde das schwedische Tischtennis-Genie als erfolgreichster Einzelspieler des WM-Turniers mit einer 3 000 Dollar-Prämie ausgezeichnet.

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p class="text"> Das überraschende WM-Ende verhinderte zugleich den erwarteten chinesischen Doppelsieg. Am Vortag hatten sich die Damen aus dem "Reich der Mitte" den Titel mit dem 3:1 gegen Taiwan gesichert. Die beiden deutschen Teams landeten jeweils auf dem fünften Platz.

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p class="text"> Herren-Endspiel:

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p class="text"> Schweden - China 3:2 Jan-Ove Waldner - Liu Guoliang 2:1 (19:21, 21:7, 23:21), Jörgen Persson - Kong Linghui 2:0 (21:17, 21:19); Peter Karlsson - Liu Guozheng 0:2 (6:21, 16:21); Jan-Ove Waldner - Kong Linghui 0:2 (9:21, 17:21), Jörgen Persson - Liu Guoliang 2:1 (18:21, 21:17, 21:18)

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p class="text"> Endstand Herren:

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p class="text"> 1. Schweden; 2. China; 3. Japan und Italien; 5. Deutschland, Südkorea, Taiwan, Niederlande; 9. Tschechien, Polen, Österreich, Belgien

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p class="text"> Endstand Damen:

1. China; 2. Taiwan; 3. Rumänien und Südkorea; 5. Deutschland, Singapur, Hongkong, Japan; 9. Nordkorea, Schweden, Russland, Ungarn

(RPO Archiv)
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