Clemens trifft auf Soutar Schindler scheitert knapp bei der Darts-WM am Bully Boy

London · Martin Schindler hat bei der Darts-WM in London eine große Überraschung ganz knapp verpasst und gegen den englischen Vorjahresfinalisten Michael Smith doch noch verloren.

 Martin Schindler hatte das Nachsehen gegen Michael Smith.

Martin Schindler hatte das Nachsehen gegen Michael Smith.

Foto: AP/Steven Paston

Der deutsche Dartsprofi Martin Schindler hat bei der WM im Londoner „Ally Pally“ die Überraschung verpasst und kann „nur“ noch seinem Kumpel Gabriel Clemens die Daumen drücken. Gegen Vizeweltmeister Michael Smith verlor Schindler nach großem Kampf und 3:1-Führung denkbar knapp mit 3:4 und verfehlte den Sprung ins Achtelfinale. Dort trifft Clemens als letzter Deutscher am Freitag (13.40 Uhr) auf „Feuerwehrmann“ Alan Soutar.

„Es sind schon gemischte Gefühle. Irgendwo bin ich glücklich darüber, da oben zu stehen und genau das zu spielen, was ich will - und auch enttäuscht darüber, die Ziellinie nicht überquert zu haben“, sagte Schindler bei Sport1.

Mit sechs perfekten Darts stürmte er im fünften Leg zum Break und sicherte sich furios Satz eins. Doch der „Bully Boy“ konterte, warf sich mit einem 170er-Finish vorübergehend in einen Flow und glich aus. Der 26-jährige Schindler blieb dran, schraubte seine 180er-Aufnahmen in die Höhe, checkte eine 128 und sicherte sich neben dem dritten gar den vierten Satz.

Smith strauchelte, doch fiel nicht. Der Weltranglistenvierte duselte sich zurück, entschied die nächsten beiden Sätze für sich und erzwang den Entscheidungssatz. Dort machte der Vorjahresfinalist das Comeback mit seinem ersten Matchdart perfekt - und trifft nun auf seinen Landsmann Joe Cullen, der sich zuvor gegen den Australier Damon Heta souverän mit 4:0 durchgesetzt hatte.

Derweil zog der dreimalige Weltmeister Michael van Gerwen nach einem hochklassigen Schlagabtausch in die nächste Runde ein. Der 33-jährige Niederländer rang den Weltranglisten-30. Mensur Suljovic (Österreich) im bislang wohl besten Match dieser WM mit 4:2 nieder, musste dafür aber sein „A-Game“ abrufen.

Mit brutalem Scoring - wie dem 121,33er-Average im zweiten oder sechs perfekten Darts im vierten Satz - erspielte sich van Gerwen die ersten Matchdarts, doch nutzte diese zunächst nicht. Suljovic verlängerte die Partie dank eines 161er-Finishes, ehe „Mighty Mike“ das Match schließlich im sechsten Satz mit der Doppel-Acht beendete.

Überraschend ausgeschieden ist indes der zweimalige Weltmeister Gary Anderson. Gegen den an Position 22 gesetzten Engländer Chris Dobey unterlag der „Flying Scotsman“ deutlich mit 1:4.

Ein Mega-Comeback feierte der Portugiese Jose de Sousa. Nach einem 0:3-Rückstand und Matchdarts gegen sich schlug der Weltranglisten-17. den Engländer Ryan Searle (16.) mit 4:3. „The Special One“ de Sousa trifft nun auf den Weltranglistenersten Gerwyn Price (Wales).

(dör/SID)
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