Darts-WM 2020: Peter Wright fordert MIchael van Gerwen im Finale

Endspiel an Neujahr : Wright fordert van Gerwen - Darts-Klassiker im WM-Finale

Das Traumfinale zwischen Michael van Gerwen und Gerwyn Price ist geplatzt, stattdessen darf der Schotte Peter Wright den Titelverteidiger an Neujahr fordern. „Mighty Mike“ und „Snakebite“ duellieren sich nicht zum ersten Mal in einem WM-Endspiel.

Klassiker statt erwartetes Traumfinale: Im Endspiel der Darts-Weltmeisterschaft 2020 stehen sich mit dem niederländischen Titelverteidiger Michael van Gerwen und Peter Wright aus Schottland zwei erfahrene Spitzenspieler gegenüber. „Mighty Mike“, wie van Gerwen genannt wird, siegte am späten Montagabend mit 6:3 gegen den Engländer Nathan Aspinall und erreichte damit sein zweites WM-Finale hintereinander. Zuvor hatte sich „Snakebite“ Wright überraschend mit 6:3 gegen den favorisierten Ex-Rugby-Profi Gerwyn Price aus Wales durchgesetzt. Das Endspiel an Neujahr (21.00 Uhr/Sport1 und DAZN) wird im Format Best-of-13-Sets ausgetragen.

Der 30-jährige van Gerwen und der 49 Jahre alte Wright standen sich unter anderem bei der WM 2010, 2013 und im WM-Finale 2014 gegenüber - dabei setzte sich jeweils der niederländische Dreifach-Weltmeister durch, der schon sechs Jahre an der Spitze der Rangliste steht. Insgesamt gab es 78 Duelle zwischen den beiden Darts-Größen, von denen van Gerwen 59 gewann und 17 verlor. Nur zwei endeten mit einem Remis.

„Snakebite“ und „The Iceman“ Price hatten sich zum Start in den Abend im ausverkauften Alexandra Palace ein hochklassiges und emotionales Duell geliefert. Schon nach zwei gespielten Sätzen gerieten die beiden Profis beinahe aneinander, weil Price provokant mit einer durchgeschwungenen Faust in Wrights Richtung jubelte. Nach dem Spiel blieb der obligatorische Handschlag aus. Für den Schotten ist es der zweite WM-Finaleinzug nach 2014, Price stand zum ersten Mal in der Vorschlussrunde beim wichtigsten Darts-Turnier der Welt.

Auch das Duell zwischen Champion van Gerwen und dem aufstrebenden Engländer Aspinall fiel qualitativ nicht ab. Der 28-Jährige, der im Turnierverlauf unter anderem Schottlands Gary Anderson und den Belgier Dimitri van den Bergh besiegt hatte, verlangte „Mighty Mike“ alles ab und verkürzte durch den siebten Set noch einmal auf 3:4. Danach zog van Gerwen an und sicherte sich den dritten WM-Finaleinzug in vier Jahren. „Ich denke, die anderen müssen sich mehr Sorgen über mich machen als ich über mich selbst“, hatte er zuvor schon selbstbewusst angekündigt. Im Finale ist er klarer Favorit.

(lt/dpa)