Darts-Weltmeister Peter Wright spielt bald in Bonn und Leverkusen

Peter Wright kommt nach Bonn und Leverkusen : Der Darts-Weltmeister gastiert im Rheinland

Am Neujahrsabend feierte Peter Wright mit dem WM-Titel den größten Erfolg seiner Karriere. Bald spielt der Darts-Profi live in Bonn und Leverkusen.

Ein bunt gefärbter Irokesenschnitt, sein dazu stest farblich abgestimmtes Outfit und der leuchtende Schlangenkopf, den seine Frau für jedes Match neu auf seinen Kopf malt: Der Schotte Peter Wright, genannt „Snakebite“, ist ohne Frage einer der extravagantesten Darts-Profis der Welt und erfreut sich deshalb auch unter den deutschen Fans großer Beliebtheit. Nach seinem furiosen Sieg im WM-Finale gegen Titelverteidiger Michael van Gerwen legt der Weltmeister keineswegs die Füße hoch. Bereits am kommenden Samstag geht es für den 49-Jährigen wieder vor die Dartscheibe – und das im Rheinland.

Bei der vom TV-Privatsender ProSieben ausgerichteten Promi-Darts-WM geht der Schotte an der Seite von Fußballprofi Max Kruse an den Start. Wer sich allerdings im Vorfeld nicht um eines der begehrten Tickets für das Event im Bonner Maritim Hotel gekümmert hat, der muss sich mit der Übertragung im Fernsehen begnügen. Karten für die Show, an der unter anderem auch Darts-Legende Phil Taylor mit Moderator Daniel Boschmann und Ex-Weltmeister Michael van Gerwen mit Handballer Pascal Hens teilnehmen, sind restlos ausverkauft. Titelverteidiger Max Hopp, als 24. der Weltrangliste bester deutscher Darts-Profi, gewann 2019 gemeinsam mit Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht das Prominenten-Special und tritt in diesem Jahr mit Kult-Kommentator Frank Buschmann an.

Zudem konnte der TV-Sender mit Fallon Sherrock, die zuletzt bei der WM in London für den ersten Sieg einer Frau sorgte, kurzfristig einen weiteren Darts-Star für sein Event in Bonn gewinnen. Die 25-Jährige hatte zuvor ihre Teilnahme an der Frauen-WM abgesagt, da der Darts-Verband BDO überraschend die Preisgelder für das Turnier gekürzt hatte. Am Samstagabend bildet sie beim Promi-Event ein Team mit Ex-Fußballprofi Luca Toni.

Bereits im März haben Darts-Fans, die am Samstag nicht in Bonn dabei sind, die nächste Möglichkeit den Weltmeister Wright im Rheinland zu sehen. Bei den European-Darts-Open, dem dritten großen Live-Event der PDC-European-Tour im Jahr 2020, wird der Schotte vom 27. bis 29. März in der Ostermann-Arena in Leverkusen zu Gast sein. Wright konnte das Turnier, das zwischen 2012 und 2016 in Düsseldorf stattfand und seit drei Jahren in Leverkusen ausgetragen wird, bereits zwei Mal für sich entscheiden. Rekordsieger bei dem Turnier ist Michael van Gerwen, der das Turnier vier Mal gewinnen konnte. Tickets für das dreitägige Event sind aktuell auf der Internetseite www.pdc-europe.tv erhältlich.

Dort wird „Snakebite“ das in die Tat umsetzen wollen, was er nach seinem Sieg im WM-Finale gegen van Gerwen angekündigt hatte. „Ich werde Michael das ganze Jahr jagen. Wenn ich nächstes Jahr wieder Weltmeister werde, bin ich definitiv Nummer eins – das wird passieren“, erklärte Wright, nach seinem WM-Erfolg Zweiter der Weltrangliste. Der Gedanke an die Ende Januar beginnende neue Saison bescherte ihm schon jetzt Gänsehaut. „Ich freue mich drauf, bei all diesen Turnieren als amtierender Weltmeister aufgerufen zu werden. Das wird einfach unglaublich. Ich halte mir Tränen zurück – nur dafür.“ Einige Freudentränen zeigte Wright nach seinem Titelerfolg am Mittwochabend aber trotzdem. Kein Wunder: Bis dato hatte der 49-Jährige alle neun Major-Finals gegen den übermächtig wirkenden van Gerwen verloren. Dabei unter anderem das WM-Finale von 2014 an selbiger Stelle im Londoner Alexandra Palace. „Ich habe große Spiele verloren, deshalb hatte ich schon im Vorfeld das Gefühl, dass ich jetzt einfach dran bin. Und das habe ich jetzt auch gemacht“, sagte der überwältigte Sieger, dessen Darts-Karriere 2014 vor dem vorzeitigen Aus stand.

Der in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Schotte hielt sich lange mit Gelegenheitsjobs auf dem Bau über Wasser, beschloss aber vor der WM 2014 seine Darts-Karriere zu beenden. „Außer meiner Frau hatte ich niemanden, der mich unterstützte.“ Mit dem damaligen Finaleinzug strich er überlebenswichtige 100.000 Pfund Preisgeld ein – und geht nun sechs Jahre später als Weltmeister in die Saison.