BVB: Mögliche Nachfolger für Pierre-Emerick Aubameyang

Möglicher Abgang des Stürmers : Wer ersetzt Aubameyang beim BVB?

Das Kapitel Pierre-Emerick Aubameyang scheint sich bei Borussia Dortmund dem Ende zu nähern. Der Stürmer will einen Wechsel erzwingen, angeblich zum FC Arsenal. Der BVB ist genervt. Doch wer könnte den Gabuner ersetzen?

BVB-Trainer Peter Stöger geht derzeit noch davon aus, dass sich die Verantwortlichen diese Frage gar nicht stellen müssen. Der Österreicher rechnet mit einem Verbleib Aubameyangs, wobei die Eskapaden des Stürmers Stöger weiter grübeln lassen. "Enttäuschung ist der falsche Ausdruck. Eher Unverständnis, denn ich kann sein Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Da bin ich allerdings auch nicht der Einzige", sagte Stöger der "Sport Bild".

Aubameyang aber scheint seinen Wechsel erzwingen zu wollen. "Ich erkenne ihn gar nicht wieder", sagte Sportdirekot Michael Zorc nach Aubameyangs jüngster Suspendierung. Die Spur, die der Gabuner legt, führt wohl nach London zum FC Arsenal. Ein Verkauf noch im Winter scheint realistisch. Vor allem da der BVB im Fall Ousmane Dembele schon einmal schlechte Erfahrungen mit einem wechselwilligen Profi gemacht hat.

Sollte Aubameyang den Verein noch bis Ende Januar verlassen, muss der BVB auf jeden Fall nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Aus dem aktuellen Kader könnte kein Spieler den Gabuner ersetzen. Geeignete Kandidaten gibt es aber.

Olivier Giroud (FC Arsenal): Olivier Giroud steht beim FC Arsenal seit der Verpflichtung von Alexandre Lacazette auf dem Abstellgleis und macht aus einer Unzufriedenheit auch keinen Hehl. Bei einer Verpflichtung von Aubameyang wäre der Franzose bei den Gunners erst recht obsolet. Dem BVB könnte Giroud mit seiner Erfahrung und Klasse sofort helfen. Zudem hofft der 69-fache Nationalspieler noch auf eine Einladung zur WM nach Russland. Dafür muss Giroud aber spielen - und vor allem gute Leistungen zeigen. Warum also nicht in Dortmund?

Vieles, wenn nicht alles wird beim FC Arsenal aber auch von Alexis Sanchez abhängen. Der Chilene ist wohl auf dem Sprung zu Manchester United, dafür soll im Gegenzug der Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan zum FC Arsenal wechseln. Geht der Transfer schief, wird wohl jeder bleiben, wo er ist.

Michy Batshuayi (FC Chelsea): Der Belger kommt derzeit beim FC Chelsea nicht über die Reservistenrolle hinaus und ist unzufrieden. Zwei Tore in elf Liga-Einsätzen, dazu zwei Tore in vier Champions-League-Einsätzen. Das sind gute Ansätze, mit 24 Jahren ist Batshuayi zudem noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.

Und genau wie Giroud möchte auch Bashuayi noch zur WM. Einen Ersatz scheint Chelsea auch schon gefunden haben. Andy Carroll von West Ham United soll kurz vor einem Wechsel zu den Blues stehen. Dann wäre der Weg für Batshuayi wohl frei.

Anthony Modeste (Tianjin Quanjian): Der 29-Jährige hat schon mehrfach angedeutet, dass er gerne zurück in die Bundesliga möchte. Konkret nannte er sogar den 1. FC Köln. Trainer am Geißbockheim war zu dem Zeitpunkt noch Peter Stöger, unter dem Modeste seine bisher beste Bundesliga-Saison (25 Tore) gespielt hat.

Modeste würde sich also wahrscheinlich sehr über einen Anruf Stögers freuen. Ein Wintertransfer könnte aber schwierig werden. Der Franzose ist derzeit nämlich nur an die Chinesen ausgeliehen. Die verbindliche Kaufoption greift erst im Sommer 2019. Ein Transfer von Modeste dürfte also teuer werden. Und auch der 1. FC Köln wird wohl ein Mitspracherecht bekommen.

Fedor Smolov (FK Krasnodar): Der 27-Jährige Russe ist in Dortmund kein Unbekannter. Der BVB beobachtet Smolov schon länger. Das aber aus guten Grund: Smolov hat in 13 Spielen in der russischen Premier Liga schon zehn Tore geschossen und zwei Treffer vorbereitet.

Das ruft natürlich noch andere Vereine auf dem Schirm. Angeblich sollen auch West Ham United, Besiktas Istanbul und Zenit St. Petersburg an Smolov dran sein. Der Vertrag des Stürmers bei FK Krasnodar läuft noch bis 2019. Der BVB müsste also viel Verhandlungsgeschick aufweisen.

Inaki Williams (Athletic Bilbao): Sowohl im Sommer als auch im Winter 2017 kochten bereits Spekulationen um einen Wechsel von Inaki Williams zu Borussia Dortmund auf. Konkret wurde es aber nie. Williams kann sowohl in der Mitte, als auch auf den Außen spielen und erzielte in dieser Saison in 19 Liga-Einsätzen vier Tore.

Eine Verpflichtung des 23-jährigen Spaniers ist derzeit aber unwahrscheinlich. Erst am Mittwoch hat Williams seinen Vertrag bei Athletic Bilbao verlängert. Seine Ausstiegsklausel liegt bei 80 Millionen Euro.

Patrik Schick (AS Rom): Genau wie Smolov und Williams steht auch Patrik Schick schon in der vergangenen Saison auf der imaginären Dortmunder Liste. Damals traf er in 32 Serie-A-Spielen für Sampdoria Genua elf Mal. Mittlerweile steht der Tscheche allerdings bei der AS Rom unter Vertrag. Die Situation ist eine ähnliche wie bei Anthony Modeste. Schick ist derzeit mit einer bindenden Kaufoption an die Roma ausgeliehen. Ein Wechsel könnte also kompliziert werden.

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