Boxen: Vincent Feigenbutz darf nach Sieg auf WM-Kampf hoffen

Boxer verteidigt IBF-Titel: Feigenbutz darf nach Sieg auf WM-Kampf hoffen

Profiboxer Vincent Feigenbutzhat seinen IBF-Intercontinental-Titel im Supermittelgewicht erfolgreich verteidigt. Der 22-Jährige gewann nach technischem K.o. in der sechsten Runde gegen den Südafrikaner Ryno Liebenberg (34), das Urteil sorgte jedoch für Diskussionen.

Der Ringrichter Massimiliano Bianco, der auch als Ringarzt aktiv ist, brach den Kampf wegen eines blutenden Cuts an Liebenbergs Stirn ab. Feigenbutz, der nach Punkten zurückgelegen haben dürfte, feierte im 30. Profifight den 28. Sieg (zwei Niederlagen) und darf wohl noch in diesem Jahr auf einen WM-Kampf hoffen.

"Das war ein Krieg. Ich habe auch einiges abbekommen. Es war ein sehr, sehr harter Kampf. Als ich gesehen habe, dass er einen Cut hat, bin ich immer weiter drauf. Respekt an ihn, wir haben heute etwas für das Boxen getan", sagte Feigenbutz, der sich gegen seinen ungestümen Kontrahenten schwerer tat, als gedacht und erst ab der vierten Runde besser in den Kampf fand, bei Sport1.

Für Sport1-Experte Graciano Rocchigiani kam der Abbruch zu früh: "Wenn wir so anfangen, wird das ja ein Pussy-Kampf oder Pussy-Sport", redete sich der frühere Weltmeister in Rage: "Der Kampf hätte nicht abgebrochen werden dürfen. Das war ohne Grund. Ich habe schon viel Schlimmeres gesehen als diesen Cut". Die frühere Boxweltmeisterin Regina Halmich äußerte ebenfalls ihr Unverständnis: "Ich habe es im ersten Moment nicht verstanden. Der Abbruch war sehr unglücklich, weil es sehr eng war".

Feigenbutz hatte sich in einem harten Trainingslager im Schnee von Slowenien auf den Kampf gegen Liebenberg vorbereitet. Im Vorjahr hatte Feigenbutz seinen ersten WM-Fight gegen den Italiener Giovanni de Carolis durch technischen K.o. verloren und so verpasst, zum jüngsten deutschen Champion der Boxgeschichte aufzusteigen.

(sid)