BBL-Fianle: Bayern München gegen Alba Berlin wird "hitzige Serie"

Finale der Basketball-Bundesliga : „Es wird eine hitzige Serie werden“

Alba Berlin und der FC Bayern München spielen um den Meistertitel im Basketball. Bayern München ist der Titelverteidiger, aber Berlin könnte kaum selbstbewusster sein. Bester Nährboden für eine spannende Serie.

Der FC Bayern ist heiß auf den ersten Meister-Doppelpack seit mehr als 60 Jahren, Alba Berlin will endlich Revanche gegen den Erzrivalen. Vor dem Playoff-Endspiel der Basketball-Bundesliga fiebern beide Dauer-Konkurrenten ihrem nächsten großen Showdown entgegen. „Ich glaube, das ist das Finale, das jeder sehen will“, kündigte Alba-Manager Marco Baldi für das dritte direkte Duell um die deutsche Meisterschaft seit 2014 an. „Jetzt wollen wir nicht nur dran schnuppern. Jetzt wollen wir alles geben, um dann auch mal einen Titel zu holen.“

Nach dem souveränen 3:0-Erfolg der Münchner über Aufsteiger Rasta Vechta entschied auch der Hauptstadtclub seine Halbfinalserie durch den 100:89-Auswärtserfolg bei den EWE Baskets Oldenburg mit drei Siegen vorzeitig für sich. Damit hat Alba die Qualifikation für die Euroleague sicher, da Finalgegner Bayern bereits eine Wildcard für die kommende Saison der europäischen Königsklasse erhält.

Nun kommt es wieder einmal zum Dauerduell Alba gegen Bayern. Im Vorjahr hatten sich die Münchner in einer engen Finalserie mit 3:2-Siegen durchgesetzt. Auch 2014 gab es dieses Duell um den Titel, damals ebenfalls mit dem besseren Ende für die Bayern. In den vergangenen sechs Spielzeiten trafen beide Teams fünfmal in den Playoffs aufeinander - immer gewannen die Münchner. „Ich glaube, dass Berlin heiß ist, uns zu schlagen und sich zu revanchieren“, sagte Bayerns Nationalspieler Danilo Barthel. „Es wird wieder eine hitzige Serie werden, wie man letztes Jahr schon gesehen hat.“

Im nationalen Pokal trafen sich beide Teams sogar sechsmal seit 2013, dabei setzte sich Alba viermal durch. Doch unter dem spanischen Trainer Aito Garcia Reneses sind die Berliner bislang titellos, scheiterten zuletzt in Liga, Pokal und Eurocup bei vier Finalteilnahmen nacheinander. „Wir haben uns noch keine Krone aufgesetzt, das ist so ein krasser Wunsch von uns, so ein großes Ziel“, sagte Kapitän Niels Giffey bei Magentasport. „Wir gehen mit einem großen Ego in die nächste Runde, ich bin krass stolz.“

Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel der Best-of-five-Serie über Vechta können die in den Playoffs ebenfalls noch ungeschlagenen Bayern den Beginn des Endspiels kaum erwarten. Die acht Tage Pause bis zum Beginn des Finals am Sonntag vor heimischer Kulisse müssten nicht sein, betonte Nihad Djedovic. „Eine Woche ist mir persönlich zu viel. Das gibt es auf der ganzen Welt nicht, dass man sieben Tage bis zum Finale warten muss“, haderte der Flügelspieler.

Der Routinier befürchtet, dass den Bayern etwas der Schwung abhanden kommen könnte. Nach einer vollgepackten Saison samt XXL-Programm in der Euroleague zeigten die Münchner gegen Vechta in drei Spielen souveräne Auftritte. Zuletzt hatten die Bayern 1954 und 1955 in aufeinanderfolgenden Jahren den Meistertitel geholt. „Bei uns sagt niemand, dass wir großer Favorit sind“, betonte Djedovic.

(sef/dpa)
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