BBL: FC Bayern München und Alba Berlin starten mit Siegen in die Play-offs

BBL: Bayern, Alba und Bamberg starten mit Siegen in die Play-offs

Die Titelfavoriten Bayern München und Ex-Meister Alba Berlin sind mit den erwarteten Siegen ins Play-off-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga gestartet. Hauptrundensieger München rang die Frankfurt Skyliners nach schwachem Start mit 85:72 (43:44) nieder.

Die Titelanwärter Brose Bamberg, Bayern München und Alba Berlin sind in der Basketball Bundesliga (BBL) zum Start der Play-offs ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Bayern-Trainer Radonjic gefiel nicht alles.

Keine Sorgen bei Alba Berlin, nur ein paar Startschwierigkeiten bei Bayern München und ein souveräner Meister Brose Bamberg: Die Titelfavoriten sind mit Heimsiegen in die Play-offs der Basketball Bundesliga (BBL) gestartet. Während Alba den EWE Baskets Oldenburg beim 114:88 (69:43) keine Chance ließ, rang Hauptrundensieger München die Frankfurt Skyliners mit 85:72 (43:44) nieder. Titelverteidiger Bamberg setzte sich letztlich ungefährdet gegen die Telekom Baskets Bonn mit 87:74 (48:41) durch.

"Für uns ist alles möglich", sagte Bambergs Nationalspieler Lucca Staiger bei Sport1. Nach einem ersten Viertel auf Augenhöhe gab der Meister um den überragenden Dorell Wright (24 Punkte) die Führung im Stile eines Champions nicht mehr ab. "Meiner Meinung nach ist das Wichtigste, dass wir als Team agieren. Wenn wir das hinbekommen, sind wir gefährlich für alle Mannschaften", sagte Staiger und machte eine Kampfansage an die Konkurrenz aus München und Berlin. Gerade beim Hauptrundensieger lief nicht alles rund.

"Wir haben schlecht begonnen, haben wirklich nicht gut gespielt", sagte Bayern-Trainer Dejan Radonjic, "in der zweiten Hälfte haben wir uns dann gefangen." Erst zum Ende des dritten Viertels konnten sich die Bayern absetzen, hatten Frankfurt dann aber im Griff. Radonjic war trotz des etwas holprigen Beginns deshalb auch grundsätzlich zufrieden. "Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft. Gerade das erste Spiel einer Serie ist immer enorm wichtig. Und wir haben heute gewonnen."

Vladimir Lucic war mit 21 Punkten der erfolgreichste Werfer der Münchner, Devin Booker gelang mit 14 Punkten und zehn Rebounds ein sogenanntes Double-Double. Der Topscorer des ersten Viertelfinalspiels war allerdings der Frankfurter Tai Webster (22 Punkte).

"Unsere Defensive war in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht gut. Es hat an Intensität gefehlt, und wir haben zu freie Würfe zugelassen", ärgerte sich Skyliners-Trainer Gordon Herbert. Am Mittwoch (18.15 Uhr/Sport1 und Telekom Sport) muss für die Hessen zu Hause unbedingt ein Sieg her, sonst könnte die Best-of-five-Serie schnell vorbei sein.

Anders als in München war es in Berlin nie spannend. Alba machte in der ersten Halbzeit sensationelle 69 Punkte und fegte Vizemeister Oldenburg regelrecht aus der Halle. "Mein Team hat sehr gut angefangen, war sehr konzentriert und hatte eine gute Energie", sagte Trainer Aito Garcia Reneses, gab sich aber zurückhaltend. "In den Play-offs geht der Blick nur nach vorn. Die Vergangenheit hat keine Bedeutung mehr. Am Dienstag in Oldenburg kann es ein völlig anderes Spiel werden."

Sein Kollege Mladen Drijencic war dagegen konsterniert. "In der ersten Halbzeit wurden wir auf dem Feld überrannt. Wenn man in den Play-offs auswärts in einer Hälfte 69 Punkte kassiert, kann man nicht gewinnen", sagte der Coach der Oldenburger, der unter der Woche bis 2019 verlängert hatte.

Vor den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl und NBA-Profi Dennis Schröder von den Atlanta Hawks, derzeit auf Heimaturlaub in Deutschland, trafen bei den Berlinern sechs Spieler zweistellig. Luke Sikma, wertvollster Spieler (MVP) der BBL-Hauptrunde, überzeugte mit 14 Punkten und acht Rebounds.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bayern München gewinnt Spiel eins gegen Frankfurt

(sid)
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