BBL: Dennis Schröder will Heimatklub zur Topadresse formen

Braunschweig : NBA-Star Schröder will Heimatklub zur Topadresse formen

Im März 2018 hat NBA-Star Dennis Schröder die Mehrheit bei den Löwen Braunschweig übernommen, nun schaffte der Klub erstmals seit sieben Jahren den Einzug in die Play-offs. Und Schröder will mehr.

Tiefstapelei ist nicht Dennis Schröders Ding. Der deutsche Basketball-Star strebt stets nach dem Maximum. In der NBA mit Oklahoma City Thunder, mit der deutschen Nationalmannschaft. Und natürlich auch als Investor der Basketball Löwen Braunschweig. "The sky is the limit", sagte der 25-Jährige über das Potenzial des Bundesliga-Teams.

Schröders Aussagen fielen nicht an irgendeinem Tag, es war ein großer Abend für den aufstrebenden Klub aus Niedersachsen. Rund ein Jahr nach dem Einstieg des Mehrheitseigners qualifizierten sich die Löwen am letzten Spieltag der Hauptrunde überraschend als Achter erstmals seit 2012 für die Play-offs. Am Samstag (20.30 Uhr/MagentaSport) steigt Spiel eins beim großen Meisterfavoriten Bayern München.

"Wir wollen etwas sehr Spezielles heranschaffen", sagte Schröder dem NDR. Mit dem Team und seinen Kontakten könne der Klub weiter wachsen, eine Grenze sei nicht in Sicht. Das gilt allerdings mehr für die Zukunft, die Löwen müssen sich weiterentwickeln, wenn sie mittelfristig zu den Top-Fünf der Liga gehören wollen.

Dieses Ziel gab Schröder im März 2018 aus, als er für einen angeblich sechsstelligen Betrag einstieg. "Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, meinen Heimatklub zu unterstützen", sagte er damals. Schröder, der mehr als 15 Millionen Euro pro Jahr in der NBA verdient, ist abseits des Courts auch als Unternehmer sehr aktiv. Neben seinem Modelabel Flex GanG, das Sponsor bei den Löwen ist, gründete er zuletzt unter anderem die Spieleragentur "Golden Patch Management."

Aktuell freut er sich aber über die Entwicklung der Löwen unter dem früheren Bundestrainer Frank Menz, der schon jetzt von einer "grandiosen Saison" spricht, die sein Team hingelegt hat: "Vom Talent her waren wir in fast jeder Partie Außenseiter, aber über die Mannschaft, Emotionen, Leidenschaft, Teamspirit und Glaube war das möglich." Die Bayern dürften in dieser Saison aber eine Nummer zu groß sein, zumal auch noch Braunschweigs Top-Center Scott Eatherton ausfällt.

Die Auftritte gegen den Topfavoriten solle seine Mannschaft nun genießen, sagte Menz, der nach dem Saisonende den Klub verlässt, vor Beginn der Serie. Für den Einzug ins Halbfinale sind zwei Siege nötig.

(sef/sid)
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