Basketball: Sexismus-Vorwüfe gegen den FC Bayern München

Basketball-Plakat : Sexismus-Vorwüfe gegen den FC Bayern

Mit einem ungewöhnlichen Plakat macht das Basketball-Team des FC Bayern München Werbung für sein Eurocup-Spiel gegen Unicaja Malaga. Damit schießt die Marketing-Abteilung des Klubs ein Eigentor.

Auf dem Poster ist der Oberkörper einer Frau zu sehen. Sie trägt ein bauchfreies Bayern-Trikot und hält eine Kaffeetasse mit dem Logo eines Sponsors in der Hand, ihr Kopf hat es allerdings nicht mit auf das Plakat geschafft. Stattdessen steht ein anderes Körperteil im Mittelpunkt. "We like big cups and we love big games", steht darunter. Zu Deutsch: "Wir mögen große Tassen und lieben große Spiele." Aber eben auch: "Wir mögen große Körbchen und lieben große Spiele."

Über die sozialen Medien verbreitete der Verein das Poster mit dem Wortspiel — und erntete dafür einen kleinen Shitstorm. "Schade, sonst seid ihr ganz clever, aber den hättet ihr euch sparen können", twitterte ein User. "Könnte Euch fürs nächste Plakat honorarfrei 'Wir haben die Längsten' anbieten. #Topniveau", schreibt ein anderer sarkastisch. Und eine weitere Userin bringt es auf den Punkt: "Sexismus pur! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Glanzleistung."

Der Verein hat bislang noch nicht auf die Vorwürfe reagiert. Am Sonntagmorgen war der Tweet mit dem Poster noch in der Timeline des offiziellen Accounts der Bayern-Basketballer zu finden.

Das dritte und entscheidende Spiel der Bayern gegen Malaga findet am Mittwoch in München statt.

(areh)