DBB-Kapitän gibt Entwarnung Schröder will sich EM „nicht entgehen lassen“

Hamburg · Die deutschen Basketballer kassieren eine deutliche Niederlage im Supercup-Finale gegen Serbien - und die Sorgen um die Fitness der Führungsspieler Dennis Schröder und Daniel Theis wachsen. Zumindest der Kapitän versucht zu beschwichtigen.

Dennis Schröder.

Dennis Schröder.

Foto: dpa/Michael Schwartz

Dennis Schröder feuerte an, er diskutierte immer wieder eifrig mit seinen Mitspielern und schrie sich an der Seitenlinie die Seele aus dem Leib - doch es nützte nichts: Ohne ihren verletzten Kapitän haben die deutschen Basketballer im Finale um den Supercup eine deutliche Niederlage kassiert. Fast noch schlimmer: Die Sorgen um Schröder und den ebenfalls NBA-gestählten Daniel Theis wachsen.

Er werde sich die Heim-Europameisterschaft, die am 1. September beginnt, „nicht entgehen lassen“, versuchte Schröder nach dem deftigen 56:83 (31:38) gegen den EM-Mitfavoriten Serbien in Hamburg zu beschwichtigen. Es sei „mal gut“ gewesen, „gegen einen der Topfavoriten bei der EM zu spielen. Die Niederlage müssen wir ins Training mitnehmen und schauen, was wir verbessern können.“ Der Kapitän hatte gegen den EM-Favoriten ausgesetzt, weil er beim Halbfinalsieg gegen Tschechien am Freitag umgeknickt war.

Der 28 Jahre alte Point Guard wird am Sonntag zunächst auch nicht mit der Mannschaft nach Stockholm reisen, wo am Donnerstagabend das WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden ansteht. Ob Schröder im Laufe der kommenden Woche nachfliegt und gegen Schweden vielleicht doch noch spielt, steht noch nicht fest. „Er ist ein harter Junge, er will spielen“, sagte Bundestrainer Gordon Herbert: „Das beste Szenario wäre es, wenn es nur drei, vier Tage dauern würde. Die Zeit wird es zeigen. Es ist schwierig, darüber zu spekulieren.“ Zunächst einmal will sich Schröder in Deutschland behandeln lassen. Angeschlagen war nach dem Serbien-Spiel auch der Berliner Johannes Thiemann. Der Center klagte über Rückenprobleme.

Der ebenfalls verletzte Theis (Knie) ist für die beiden letzten Spiele vor der Heim-EM (ab 1. September) dagegen kein Thema. „Er ist zwischen sieben und zehn Tage raus“, sagte Herbert. Mit Blick auf die EM müsse man sehen, ob es reicht. „24 Stunden vor dem Turnierstart muss man seine zwölf Spieler benennen, danach kann man nicht mehr wechseln. Wir müssen uns sicher sein, dass die Jungs gesund in das Turnier gehen.“

Nicht mehr Teil des EM-Kaders ist Karim Jallow. Wie der DBB nach dem Supercup-Finale bekanntgab, reist der 27-Jährige von ratiopharm Ulm am Sonntag aus dem Teamhotel ab.

(dpa/old)