Mit drei Debütanten Deutsche Basketballer gewinnen gegen Schweden

Frankfurt/Main · Auch ohne fast alle Stars gewinnen die deutschen Basketballer gegen Schweden. Gleich drei Spieler feiern ihr Debüt im Nationaltrikot. Nun geht es in Finnland um den Gruppensieg.

Schwedens Nicholas Spires (l) gegen Deutschlands Johannes Voigtmann.

Schwedens Nicholas Spires (l) gegen Deutschlands Johannes Voigtmann.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die deutschen Basketballer sind erfolgreich ins WM-Jahr gestartet. Gegen Schweden setzte sich das bereits für die Weltmeisterschaft im Sommer qualifizierte Team von Bundestrainer Gordon Herbert am Freitagabend im vorletzten Qualifikationsspiel in Frankfurt am Main auch ohne die NBA-Stars um Dennis Schröder mit 73:66 (40:31) durch. Damit kämpft die deutsche Mannschaft am Montag zum Abschluss der zweiten Gruppenphase in Finnland um den Gruppensieg.

Vor 5003 Zuschauern in der ausverkauften Ballsporthalle nutzte Herbert die Partie gegen die Skandinavier, um einige jüngere Spieler zu testen. Da auch die Profis der deutschen Euroleague-Clubs Alba Berlin und Bayern München fehlten, feierten in Jason George, Nelson Weidemann und Jonas Richter gleich drei Spieler der Chemnitz 99ers ihr Debüt im Nationaltrikot. Bester deutscher Werfer war David Krämer mit 13 Punkten.

Obwohl die Mannschaft in dieser Zusammensetzung noch nie zusammengespielt hatte, zeigte sie eine ordentliche Leistung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzten sich die Gastgeber im zweiten Viertel ab und lagen zur Pause mit neun Punkten vorne.

Geführt wurde das unerfahrene Team von Center Johannes Voigtmann. Der Routinier, beim EM-Bronzegewinn im vergangenen Sommer Co-Kapitän, war erst am Freitagmorgen zur Mannschaft gestoßen, nachdem er am Donnerstagabend noch für Mailand in der Euroleague gespielt hatte. „Jo ist einfach der Profi schlechthin. Es ist ein tolles Zeichen und wichtig für die Jungs, dass er hier ist“, lobte Herbert den 30-Jährigen.

An diesem Samstag fliegt die Mannschaft von Frankfurt aus nach Finnland, wo am Montag (17.30 Uhr/Magentasport) das letzte Spiel der Qualifikation ansteht. Die Finnen gewannen am Freitag 97:95 nach Verlängerung in Israel und haben wie Deutschland eine Bilanz von 9:2-Siegen. „Wir wollen Erster werden“, sagte Herbert, auch wenn der Gruppensieg für die am 29. April in der philippinischen Hauptstadt Manila stattfindende WM-Auslosung keine Bedeutung hat. Die WM findet vom 25. August bis 10. September auf den Philippinen, in Japan und in Indonesien statt.

(dpa/stja)