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Basketball: Deutsche Basketballer mit Revanche gegen Estland

Großer Schritt Richtung WM : Basketballer mit Revanche gegen Estland

Das war souverän. Die deutschen Basketballer erfüllen in Estland ihre Pflicht und nehmen Kurs auf die WM 2023. Gegen Polen am Sonntag gibt es für NBA-Star Schröder und Kollegen eine große Chance.

Angeführt von NBA-Star Dennis Schröder haben Deutschlands Basketballer einen großen Schritt in Richtung WM 2023 gemacht und die nächste Qualifikationsrunde erreicht. Der 28-Jährige überzeugte beim deutlichen 88:57 (31:22)-Sieg in Estland am Donnerstag mit 14 Punkten, sieben Rebounds sowie neun Assists und bewies damit trotz schwacher Wurfquote, was dem Team in den fast drei Jahren seiner Abstinenz gefehlt hat.

Mit dem vierten Sieg in Serie wird Deutschland sicher ab August in der nächsten Quali-Runde spielen. Gelingt am Sonntag (18 Uhr) in Bremen gegen Polen ein weiterer Sieg, ist gar eine perfekte Ausgangslage für die nächste Phase möglich.

In Tallinn wurde das Team von Bundestrainer Gordon Herbert seiner Favoritenrolle gerecht und revanchierte sich erfolgreich für das blamable 66:69 im Hinspiel in Nürnberg. Neben Schröder, der ungewöhnlich früh im Jahr ins Nationaltrikot schlüpft und sein 50. Länderspiel bestritt, überzeugte vor allem Bambergs Christian Sengfelder mit 23 Punkten und neun Rebounds. Isaac Bonga gelangen 21 Zähler.

Für das DBB-Team war der Sieg auch deshalb wichtig, weil die Niederlage gegen Estland nicht mitgenommen wird, falls die Esten auf dem vierten und letzten Platz bleiben. Das Turnier 2023 findet in Japan, Indonesien und auf den Philippinen statt und wird mit 32 Teams ausgetragen.

Deutschland geriet in der Saku Suurhall in der estnischen Hauptstadt früh mit 0:5 in Rückstand, die Heimfans jubelten lautstark. Danach ging beim Tabellenletzten aber nicht mehr viel. Das deutsche Team übernahm mit Dirigent Schröder, der insgesamt nur vier seiner 17 Feldwürfe traf, die Kontrolle. Der Profi der Houston Rockets war mit seinem Tempo nur schwer zu bremsen, tat sich aber mit den eigenen Distanzwürfen schwer.

Mit einem 13:0-Lauf hatten die Herbert-Schützlinge ihren Fehlstart schnell korrigiert und erspielten sich früh ein sicheres Polster. Trotz minutenlanger offensiver Flaute und zwei von 18 Dreiern lag das DBB-Team zur Halbzeit klar vorne. Danach drehten die Gäste auf und sorgten mit einem 20:8-Start für die Entscheidung. Im dritten Viertel gelangen Deutschland mehr Punkte (36) als in der kompletten ersten Halbzeit (31). Chefcoach Herbert konnte seine wichtigen Spieler vor Ende der Partie vom Feld nehmen.

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Die WM-Qualifikation dient in diesem Sommer nicht nur dafür, sich für das Event 2023 in Asien zu qualifizieren - sondern auch zur Vorbereitung auf die Heim-EM, die von 1. bis 18. September in Köln und Berlin stattfindet. Wer es aus dem aktuellen Team in den Kader schafft, ist völlig offen. Schröder ist gesetzt, auch für Bonga und den seit Monaten pausierenden Russland-Legionär Voigtmann sieht es gut aus. Dem Rest droht harte Konkurrenz, wenn der diesmal fehlende Kapitän Robin Benzing sowie die NBA-Profis dazustoßen.

(lonn/dpa)