Basketball: Bayern München und Alba Berlin starten mit Siegen in die Play-offs

Basketball-Play-offs : NBA-Star Schröder sieht Auftaktniederlage der Löwen Braunschweig

Meister Bayern München und Alba Berlin haben sich beim Start in die Play-offs keine Blöße gegeben. Im ersten Viertelfinale ließen die Favoriten überhaupt keine Spannung aufkommen.

Dennis Schröder hatte in der ersten Reihe wenig zu lachen. Der NBA-Profi und Gesellschafter der Löwen Braunschweig musste aus nächster Nähe mitansehen, wie sich sein früheres Team zum Start der Play-offs in der Basketball Bundesliga (BBL) vergeblich bei Bayern München mühte. Der Meister setzte sich im ersten Viertelfinalspiel standesgemäß mit 70:59 (32:19) durch, Spannung kam nie auf.

"Unser Start war sehr, sehr gut. Vor allem mit der Defensive war ich in den ersten 20 Minuten sehr zufrieden", sagte Bayern-Trainer Dejan Radonjic, schnell hatte es im Audi Dome 12:0 gestanden. Nicht zufrieden war der Montenegriner mit der Schlussphase. "Die letzten Minuten haben wir unseren Fokus verloren", kritisierte Radonjic, "wir hoffen nun, dass wir uns am Freitag noch steigern."

Bester Werfer beim Hauptrundensieger war der frühere NBA-Spieler Derrick Williams mit 12 Punkten, bei den Gästen kam Shaquille Hines als Topscorer auf 20 Zähler. "Für uns war das heute ein großes Spiel. Wir haben 40 Minuten alles reingehauen was geht, auch wenn unsere fehlende Erfahrung natürlich spürbar war", sagte Löwen-Chefcoach Frank Menz.

Der frühere Bundestrainer hört zum Saisonende in Braunschweig auf. Läuft es wie am Samstag, steht der 55-Jährige nur noch zweimal an der Seitenlinie. Drei Siege sind zum Weiterkommen nötig, alles andere als ein 3:0 der Bayern wäre in der Best-of-Five-Serie eine Überraschung. Das weiß auch Schröder (25), der Nationalspieler von Oklahoma City Thunder will mit den Löwen als Geldgeber mittelfristig in die Top-Fünf vordringen.

Wie die Bayern gab sich auch Alba Berlin keine Blöße. Der Dritte der Hauptrunde fertigte ratiopharm Ulm (6.) mit 107:78 (60:43) ab, am Dienstag kann sich der EuroCup-Finalist drei Matchbälle holen. "Es kann immer noch alles passieren. Wir müssen uns jetzt bereit machen für ein hartes Spiel in Ulm", warnte Alba-Trainer Aito Garcia Reneses.

Der Spanier musste zum Auftakt ohne einen Schlüsselspieler auskommen. "Peyton Siva ist leider in den letzten Minuten des Abschlusstrainings umgeknickt und wir wissen nicht genau, wann er wieder dabei sein kann", sagte Garcia Reneses: "Wäre ich Hellseher, hätte ich die Einheit drei Minuten früher beendet."

Hinweis für die Redaktionen: Wir senden nach den Sonntagsspielen eine überholte Fassung.

(sid/old)
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