Weltcupfinale in Paris: Debakel für deutsche Springreiter

Weltcupfinale in Paris: Debakel für deutsche Springreiter - Werth Zweite im Grand Prix

Debakel für die Springreiter Daniel Deußer und Marcus Ehning sowie ein zweiter Platz für Dressurkönigin Isabell Werth - beim Weltcupfinale in Paris lief es am Freitag aus deutscher Sicht nicht ganz rund.

Deußer und Ehning verpassten in der zweiten Wertungsprüfung das Stechen und fielen mit 14 bzw. 12 Fehlerpunkten vor dem entscheidenden Springen am Sonntag in der Gesamtwertung aussichtslos zurück.

Nach ihrem Sieg im Zeitspringen am Donnerstag setzte sich erneut die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin Elizabeth Madden (USA) mit Breitling durch. Sie gewann das Stechen, für das sich neun Reiter qualifiziert hatten.

"So schnell geht's, das müssen wir jetzt erst mal sacken lassen", sagte Bundestrainer Otto Becker. Im Zeitspringen hatten Deußer und Ehning mit den Plätzen zwei und vier noch große Hoffnungen geweckt. Am Freitag fanden sie sich auf Rang 30 (Ehning) bzw. 33 (Deußer) wieder, sind aber nach der Addition der ersten beiden Wettbewerbe für das Finale der besten 30 qualifiziert.

"Schocken kann mich nichts mehr"

"Ich habe in diesem Sport schon alles erlebt, schocken kann mich nichts mehr, aber ich bin von mir selbst sehr enttäuscht", sagte Ehning. Er hätte in Paris als erster Reiter überhaupt zum vierten Mal den Weltcup gewinnen können.

Die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth erreichte zwar souverän das Kür-Finale am Samstag, musste sich aber im Grand Prix mit dem ungewohnten zweiten Platz begnügen. Nach Fehlern unter anderem in den Einer- und Zweierwechseln lag die 48-Jährige aus Rheinberg mit ihrem Erfolgspferd Weihegold knapp drei Prozentpunkte hinter der Amerikanerin Laura Graves mit dem 16 Jahre alten Wallach Verdades.

"Heute ist Freitag, der 13.", stellte Werth anschließend fest: "Das war halt einfach nicht unser Tag." Weihegold sei "total aufgeheizt" gewesen, "da waren viele kleine Fehler drin".

Für die Kür qualifizierten sich neben Werth unter anderem auch die beiden anderen deutschen Starterinnen. Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) und ihr Rapphengst Unee BB landeten im Grand Prix auf dem dritten Platz, Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider (Framersheim) wurde mit Sammy Davis jr. Vierte.

(sid)