Wasserball-EM 2020: Deutschland verliert deutlich gegen Kroatien

Deutliche Niederlage : Deutsche Wasserballer verlieren zum EM-Auftakt gegen Kroatien

Erwartungsgem agierten die deutsche Wasserballer zum EM-Auftakt in Budapest gegen Kroatien noch nicht in Bestform und haben eine deutliche Niederlage kassiert. Jetzt muss ein Sieg gegen die Slowakei her, um die Chance auf Olympia zu bewahren.

Deutschlands Wasserballer sind mit einer deutlichen Niederlage gegen den Titelkandidaten Kroatien in die EM gestartet. Die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm musste sich am Dienstag in Budapest dem Olympia-Zweiten mit 9:17 (2:1, 2:6, 1:6, 4:4) geschlagen geben. Bedeutsamer ist das zweite Gruppenspiel am Donnerstag (10.00 Uhr) gegen die Slowakei, die gegen Montenegro mit 4:15 noch klarer verlor. Bei einem Sieg gegen die Slowakei blieben die Chancen auf eine deutsche Olympia-Teilnahme intakt.

„Um einen Gegner wie Kroatien schlagen zu können, müssen wir einen perfekten Tag erwischen - das war nicht der Fall“, sagte Stamm. „Unsere Leistung war besser, als es das Ergebnis aussagt. Dass wir eineinhalb Viertel sogar das bessere Team waren, lässt mich für den weiteren Turnierverlauf hoffen.“

In der Neuauflage des verlorenen WM-Viertelfinales erwischte Deutschland gegen den Weltmeisterschafts-Dritten Kroatien einen guten Start und führte durch Tore von Maurice Jüngling und Marin Restovic nach dem ersten Viertel mit 2:1. Danach aber drehten die Kroaten auf. Ben Reibel (2), Denis Strelezkij, Julian Real sowie erneut Jüngling und Restovic (2) erzielten die weiteren Treffer für die deutsche Auswahl. „In der zweiten Hälfte haben wir etwas den Faden verloren, daraus müssen wir fürs nächste Spiel unsere Lehren ziehen“, sagte Torhüter Moritz Schenkel.

Nach einer schwierigen EM-Einstimmung wegen mehrerer Ausfälle und nur kurzer Vorbereitungszeit agierte die deutsche Mannschaft erwartungsgemäß noch nicht in Bestform. Bis zum Donnerstag muss sich das Team steigern. Stamm und seine Auswahl kämpfen in Ungarn um die Olympia-Chance. In Budapest wollen sie sich für ein Turnier in Rotterdam qualifizieren, in dem es Ende März um Olympia-Tickets geht.

(lt/dpa)