Volleyball-EM 2019: Deutschland verliert Auftakt gegen Serbien mit 0:3

0:3 gegen Serbien : Deutsche Volleyballer verpatzen EM-Auftakt

Die deutschen Volleyballer haben bei der Europameisterschaft einen Fehlstart hingelegt. Im Topspiel der Vorrundengruppe B unterlag der Vizeeuropameister dem EM-Dritten Serbien mit 0:3 (21:25, 17:25, 15:25) und lieferte dabei eine über weite Strecken ernüchternde Vorstellung ab.

Kapitän Lukas Kampa sparte im Anschluss nicht mit Selbstkritik. "Der Bundestrainer sagt immer, die Abwehr ist der Motor dieser Mannschaft, und ich fand, dass wir ohne Motor unterwegs waren. Die Abwehr war heute nicht existent", sagte der Routinier und räumte ein: "Es sah schon ein bisschen so aus, als wenn uns etwas gehemmt oder gestört hätte." Bundestrainer Andrea Giani forderte "mehr Energie, mehr Qualität" von seinen Spielern.

Vor Turnierbeginn hatten Kampa und Starangreifer Gregor Grozer eine Medaille als Ziel ausgegeben. "Wenn ich bei solchen Meisterschaften teilnehme, will ich eine Medaille gewinnen", sagte Kampa, Grozer will "mindestens ins Endspiel".

Davon war das mit zwölf Vizeeuropameistern angetretene DVV-Team im Auftaktspiel in Brüssel weit entfernt. Nur nach dem ersten Punkt lagen die Deutschen im ersten Satz in Führung, anschließend beraubten sich Gianis Schützlinge mit zahlreichen Fehlaufschlägen, Problemen in der Abwehr und einem Mittelblock ohne Durchschlagskraft der Chance, die Partie ausgeglichen zu gestalten.

Das änderte sich auch in Durchgang zwei zunächst nicht, schnell zog Serbien auf 8:4 davon. Dann schien das Momentum kurz zu kippen, nach dem ersten Blockpunkt der Deutschen durch Kampa zum 10:11 ballte der Kapitän die Hand zur Faust. Doch was folgte war der nächste Aufschlagfehler, und Serbien hatte fortan wieder auf alle Angriffsbemühungen der Deutschen die bessere Antwort.

Die Pause vor dem dritten Durchgang nutzte Giani für eine laute Ansprache an seine Spieler, die Wende wollte trotz eines kurzen Aufbäumens aber nicht mehr gelingen.

Chance zur Wiedergutmachung hat das DVV-Team bereits am Samstag, wo im zweiten von fünf Gruppenspielen Co-Gastgeber Belgien wartet. Weitere Gegner in Vorrundengruppe B sind die Außenseiter Österreich (Montag), Slowakei (Mittwoch) und Spanien (Donnerstag, alle 17.30 Uhr/Sport1+).

Die EM findet in diesem Jahr erstmals mit der Rekordzahl von 24 Nationen und in vier Ländern statt. Als Co-Gastgeber treten neben Belgien auch Frankreich, die Niederlande und Slowenien auf.

(ako/sid)
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