Tischtennis-WM: Erfolgreicher Auftakt für Timo Boll und Patrick Franziska

Tischtennis-WM : Boll und Franziska nehmen erste Hürde

Am Anfang mussten Timo Boll und Patrick Franziska zittern, dann sind sie doch noch erfolgreich in die Tischtennis-WM gestartet. Für die beiden Top-20-Spieler könnte es bei diesem Turnier weit gehen.

Die beiden größten deutschen Medaillenhoffnungen haben ihr erstes Spiel bei der Tischtennis-WM in Budapest gewonnen. Timo Boll und Patrick Franziska siegten am Montagabend in der ersten Hauptrunde des Herren-Doppels in 4:2 Sätzen gegen Quadri Aruna und Olajide Omotayo aus Nigeria. „Wir haben zu Beginn zu unpräzise gespielt, uns dann aber steigern können“, sagte Boll angesichts eines 1:2-Satzrückstands. Nächste Gegner in der Runde der besten 32 sind am Dienstag die beiden Ägypter Mohamed El-Beiali und Ahmed Saleh.

Ebenfalls am Dienstag beginnt für Boll (Borussia Düsseldorf) und Franziska (1. FC Saarbrücken) auch der Wettbewerb im Herren-Einzel. Im Mixed steht der 26 Jahre alte Franziska zusammen mit Europas Top-16-Siegerin Petrissa Solja sogar schon im Achtelfinale.

Da Boll und Franziska in der Weltrangliste auf den Plätzen 5 und 18 stehen, gehören sie in Budapest zum Favoritenkreis. „Wenn wir mal ins Rollen kommen, spielen wir ganz gut“, sagte Boll. „Für mich ist das Doppel die größere Chance, eine Medaille zu gewinnen, als das Einzel.“ Beide Spieler sind seit Jahren befreundet, beide erreichten im März bei den Katar Open das Finale - und beide hatten vor der WM Losglück. Der 38 Jahre alte Boll und der zwölf Jahre jüngere Franziska könnten erst im Endspiel auf eines der beiden Doppel aus China treffen. Dafür droht ihnen bereits im Achtelfinale ein Spiel gegen die topgesetzten Japaner Yuya Oshima und Masataka Morizono.

Während die beiden Qualifikanten Bastian Steger (Werder Bremen) und Qiu Dang (ASV Grünwettersbach) mit 2:4 gegen Franziskas langjährigen Doppelpartner Jonathan Groth aus Dänemark sowie Liam Pitchford aus England verloren, haben bei den Damen beide deutschen Doppel die zweite Runde erreicht. Die Europameisterinnen Kristin Lang und Nina Mittelham gewannen mit 4:1 gegen Jamila Laurenti und Debora Vivarelli aus Italien. Chantal Mantz und Sabine Winter warfen Paula Medina und Maria Perdomo aus Kolumbien mit 4:0 aus dem Turnier.

(dpa/old)
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