Taekwondo-Turnier: Tunesien verbietet israelischen Sportlern Teilnahme

Turnier: Tunesien verbietet Israelis Teilnahme an Taekwondo-WM

Ein tunesisches Gericht hat vier israelischen Athleten die Teilnahme an den Taekwondo-Weltmeisterschaften der Junioren verweigert. Das Urteil verbiete es, die israelischen Athleten einzuladen, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag.

Zuvor hatte eine anti-israelische Organisation in Tunesien Klage gegen die Teilnahme der Israelis eingereicht.

Eine Einladung verstoße gegen die tunesische Verfassung, die eine Unterstützung der Palästinenser verlange, hieß es in einer Mitteilung der anti-israelischen Allianz. Tunesien hat offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels zu akzeptieren, kam es Ende vergangenen Jahres in Tunesien tagelang zu Demonstrationen, an denen tausende Menschen teilnahmen.

Die Juniorenweltmeisterschaft im Taekwondo findet vom 6. bis 12.
April im tunesischen Badeort Hammamet statt. Mehr als 1500 Gäste aus 156 Nationen sind nach Veranstalterangaben dazu eingeladen.

Der Leiter des tunesischen Taekwondo-Verbandes, Ahmed Gaaloul, hatte lokalen Medien zuvor erklärt, die israelischen Athleten würden nicht teilnehmen, weil sie Anmeldepapiere nicht eingereicht hätten.

(dpa)
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