Kurzbahn-EM in Wien Schwimmen: Rohmann und Poewe auf Goldkurs

Wien (rpo). Die deutschen Vertreter haben bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Wien einen guten Start erwischt. Weltmeister Thomas Rupprath kam als Vorlaufschnellster über 100 m Schmetterling ebenso problemlos weiter wie die Olympia-Dritte Antje Buschschulte über 100 m Rücken. Nachwuchsstar Teresa Rohmann über 200 m Lagen und Titelverteidigerin Sarah Poewe über 50 m Brust steuern Goldkurs.

Sorgen bereiteten Ralf Beckmann als Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) zum Auftakt lediglich die Erkältungsprobleme im deutschen Team. "Gleich sechs Leute sind angeschlagen und mussten mit Antibiotika behandelt werden. Am schlimmsten hat es Sarah Poewe erwischt, auch Antje Buschschulte und Teresa Rohmann sind nicht verschont geblieben", erklärte Beckmann.

Trotzdem hatte Buschschulte im Vorlauf keine Mühe. Nach ihrer Bestzeit in 59,16 Sekunden nickte die Magdeburgerin, die in Wien ihre 45. internationale Medaille gewinnen kann, zufrieden mit dem Kopf. Hoffnung auf einen Podiumsplatz darf sich auch die deutsche Meisterin Janine Pietsch aus Ingolstadt machen, die in 1:00,03 Minuten die drittschnellste Zeit schwamm.

Rupprath souverän

Rupprath zog in 51,73 Sekunden souverän in den Zwischenlauf ein. "Ich fühle mich gut. Zum Glück habe ich keine gesundheitlichen Probleme", meinte der Neu-Hannoveraner, der zugleich die 50-m-Lagenstaffel im Vorlauf als Startschwimmer hinter der Ukraine auf Platz zwei führte.

Ihren ersten EM-Titel fest im Visier hat die erst 17 Jahre alte Rohmann. Über ihre Paradestrecke 200 m Lagen war die Olympia-Fünfte und Trainingspartnerin der fünfmaligen Weltmeisterin Hannah Stockbauer aus Erlangen in 2:11,30 Minuten gleich 1,52 Sekunden schneller als die Vorlaufzweite Aleksandra Urbanczyk aus Polen. Einmal mehr ihre Stärke demonstrierten die DSV-Frauen über 50 m Brust. In die Phalanx von Poewe (Wuppertal/31, 34), Simone Weiler (Heidelberg/31,52) und Janne Schäfer (Wolfsburg/31,55) konnte nur die Russin Jelena Bogomazowa (31,44) als Vorlaufzweite einbrechen. Ausgeschieden sind hingegen Nachwuchshoffnung Steffen Deibler (Biberach) als 23. über 50 m Freistil sowie der Neuköllner Oliver Wenzel, der über 200 m Lagen als Neunter das Finale knapp verpasste.

(sid)