Zweiter Sieg im zweiten EM-Spiel: Deutschland schlägt Ungarn und bucht Achtelfinal-Ticket
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Kurzbahn-EM Schwimmen: Buschschulte holt Gold

Wien (rpo). Auch am dritten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Wien hat sich die deutsche Vertretung von ihrer besten Seite gezeigt. Antje Buschschulte errang mit ihrer Goldmedaille über 50 m Rücken ihren schon 45. internationalen Einzeltitel. Es sollte nicht die einzige Medaille des Tages für den DSV sein.

"Es hat alles geklappt. Ich freue mich riesig, zumal ich persönliche Bestzeit geschwommen bin", sagte Buschschulte, die sich erst kurzfristig für einen Start in Österreichs Hauptstadt entschieden hatte.

Mit sieben Titeln hat der Deutsche Schwimm-Verband die Gold-Ausbeute von Dublin 2003 bereits vor dem Abschlusstag erreicht. Einziger Wermutstropfen für Buschschulte und den DSV am Samstag: Die 4x50-m-Lagenstaffel musste sich zum sechsten Mal in Folge mit Silber begnügen. Dafür rundeten die beiden Youngster Jens Schreiber über 100 m Freistil und Teresa Rohmann über 100 m Lagen mit Bronzemedaillen den erfolgreichen Tag ab. "Wir haben wieder die Erwartungen übertroffen", sagte DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann zufrieden.

Buschschulte setzte sich nach Platz zwei über 100 m Rücken in 27,42 Sekunden gegen Katerina Subkowa aus der Ukraine (27,50) und die Tschechin Ilona Hlavackova (27,57) durch. Für die deutsche Meisterin Janine Pietsch aus Ingolstadt (27,58) blieb wie schon über die doppelte Distanz nur Rang vier.

Lagenstaffel mit deutschem Rekord

Der Lagenstaffel reichte nicht einmal ein deutscher Rekord zum Sieg. Das Quartett mit Pietsch, Sarah Poewe (Wuppertal), Buschschulte und Dorothea Brandt (Neukölln) musste sich in 1:48,52 Minuten den Niederlanden geschlagen geben. Das "Oranje-Team" verbesserte in 1:48,21 Minuten den vier Jahre alten Weltrekord der Schwedinnen um eine Zehntel.

Nachwuchshoffnung Rohmann überzeugte nach ihrem ersten internationalen Titel am Donnerstag über 200 m Lagen am Samstag als Dritte auch über ihre "Spaßstrecke" 100 m. Die 17-Jährige aus Erlangen musste sich in 1:01,21 Minuten nur Aleksandra Urbanczyk aus Polen (1:00,75) und der Britin Lisa Chapman (1:00,75) geschlagen geben, verbesserte aber den vier Jahre alten deutschen Rekord von Annika Mehlhorn (Baunatal) um drei Hundertstel.

Eine starke Leistung bot auch Jens Schreiber als Dritter in 48, 00 Sekunden über 100 m Freistil. Der 22-Jährige war als erster Deutscher seit über 30 Jahren mit Vorlaufbestzeit ins Finale eingezogen, musste sich dort aber dem Franzosen Frederick Bousquet (47,52) und Filippo Magnini aus Italien (47,66) geschlagen geben.

Warnecke auf Platz fünf

Altmeister Mark Warnecke verpasste hingegen über 50 m Brust in 27,38 Sekunden als Fünfter einen Podiumsplatz. "Aber allein sein Finaleinzug war stark. Er hat zuvor in seiner Klinik geackert wie ein Pferd. Für die Langbahn-WM im nächsten Jahr will er nochmal richtig angreifen", sagte Beckmann über den 34 Jahre alten Cannstätter und Olympia-Dritten von Atlanta 1996.

(sid)
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